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Elch

Alces alces

 

Merkmale: Bulle bis 2,4 m Schulterhöhe, ca. 3 m Körperlänge, Gewicht bis 850 kg; Kuh deutlich kleiner, bis 400 kg; rötlich-, grau- oder
schwarzbraunes Fell; nach unten hängende bewegliche Nase zum Futteraufnehmen; Gehörsinn und Geruch sehr gut; gute Schwimmer; können weit und schnell wandern; volle Größe erreicht nach 6 Jahren; Lebenserwartung bis 25 Jahre

Lebensweise: Bullen Einzelgänger, während der Brunft nur wenige Tage mit einem Weibchen zusammen; dann heftige Kämpfe mit Konkurrenten, dabei laute Brunstrufe; Kühe in Mutterfamilien mit 1 – 2 Jungtieren

Fortpflanzung: Tragzeit ca. 35 Wochen, 1 bis 2 Kälber im Frühsommer (15 kg); werden die ersten 6 Monate gesäugt; nach einem Jahr verlassen junge Elche die Mutter; fortpflanzungsreif nach 2 Jahren

Nahrung: Laub, Rinde, Weichholz, Moor- und Heidekräuter; hochwüchsige Gräser

Lebensraum: Wälder an Sumpf- oder Randgebieten von Binnengewässern; Moore; Heidegebiete; Bergland bis 2600 Meter

Schutz/Häufigkeit: nicht bedroht

Verbreitung: gesamte nördliche Waldzone Europas, Asiens und Amerikas

Elche in der Lausitz
Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begann 2001 ein Gemeinschaftsprojekt, das den Einsatz von Elchen als Landschaftspfleger beinhaltete. In verschiedenen Truppenübungsplätzen der ostdeutschen Länder sollten neue Strategien zur Erhaltung artenreicher Offenlandbiotope erprobt und erforscht werden. Einer dieser Plätze befindet sich im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide– und Teichlandschaft in der Nähe von Dauban.

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Der ehemalige Panzerschießplatz war gekennzeichnet durch Heide und Magerrasen sowie zahlreiche Feuchtbiotope. Die Offenhaltung des Platzes durch den militärischen Betrieb bot seltenen Pflanzen und Tieren ideale Entwicklungsbedingungen. So besiedeln beispielsweise Sonnentau und Moorbärlapp die sonnigen Gewässerränder. Typische Vogelarten der offenen und halboffenen Lanschaften (Bekassine, Heidelerche, Kranich...) brüten auf der Fläche. Nach der Aufgabe des Übungsplatzes durch das Militär im Jahre 1992 machte sich zunehmender Gehölzaufwuchs von Kiefer, Weide, Birke, Spiree und Ginster bemerkbar, so dass die wertvollen offenen Biotopflächen immer kleiner wurden.

In dem Forschungsprojekt wurde untersucht, ob durch die Beweidung mit unterschiedlichen Tierformen dem Gehölzwachstum Einhalt geboten und die Entwicklung der wertvollen Arten unterstützt werden kann. Schafe werden für die Wiesen und Heiden, Ziegen für das Kurzhalten der Sträucher und Elche zum Verbiss der aufwachsenden Bäume eingesetzt. Die ersten Ergebnisse sprechen für den Einsatz von Haus– und Wildtieren in der praktischen Landschaftspflege.   

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Deshalb schlossen sich nach Auslaufen des Forschungsprojektes im Jahr 2003 mehrere Partner zu dem Verbund "Elche in der Lausitz" zusammen: Institut für Landespflege, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft e.V., Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V., dem die tiergärtnerisch/veterinärmedinzinische sowie dem Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie "lutra", das die fachliche Betreuung der Elche obliegt.  

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Projektvorstellung (PDF-Datei 174 KB)

Bettina Burkart: "Der Einfluss von Schafen, Ziegen und Elchen auf die Vegetation des ehemaligen Panzerschießplatzes Dauban" (PDF-Datei 166 KB)

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erarbeitet durch: Christine Schlegel, aktualisiert durch: Annett Buchholz
Stand: 17.01.2007