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ElchAlces alces
Merkmale: Bulle bis
2,4 m Schulterhöhe, ca. 3 m Körperlänge, Gewicht bis 850 kg; Kuh deutlich kleiner, bis
400 kg; rötlich-, grau- oder Lebensweise: Bullen Einzelgänger, während der Brunft nur wenige Tage mit einem Weibchen zusammen; dann heftige Kämpfe mit Konkurrenten, dabei laute Brunstrufe; Kühe in Mutterfamilien mit 1 2 Jungtieren Fortpflanzung: Tragzeit ca. 35 Wochen, 1 bis 2 Kälber im Frühsommer (15 kg); werden die ersten 6 Monate gesäugt; nach einem Jahr verlassen junge Elche die Mutter; fortpflanzungsreif nach 2 Jahren Nahrung: Laub, Rinde, Weichholz, Moor- und Heidekräuter; hochwüchsige Gräser Lebensraum: Wälder an Sumpf- oder Randgebieten von Binnengewässern; Moore; Heidegebiete; Bergland bis 2600 Meter Schutz/Häufigkeit: nicht bedroht Verbreitung: gesamte
nördliche Waldzone Europas, Asiens und Amerikas Elche in der Lausitz
Der ehemalige Panzerschießplatz war gekennzeichnet durch Heide und Magerrasen sowie zahlreiche Feuchtbiotope. Die Offenhaltung des Platzes durch den militärischen Betrieb bot seltenen Pflanzen und Tieren ideale Entwicklungsbedingungen. So besiedeln beispielsweise Sonnentau und Moorbärlapp die sonnigen Gewässerränder. Typische Vogelarten der offenen und halboffenen Lanschaften (Bekassine, Heidelerche, Kranich...) brüten auf der Fläche. Nach der Aufgabe des Übungsplatzes durch das Militär im Jahre 1992 machte sich zunehmender Gehölzaufwuchs von Kiefer, Weide, Birke, Spiree und Ginster bemerkbar, so dass die wertvollen offenen Biotopflächen immer kleiner wurden. In dem Forschungsprojekt wurde untersucht, ob durch die Beweidung mit unterschiedlichen Tierformen dem Gehölzwachstum Einhalt geboten und die Entwicklung der wertvollen Arten unterstützt werden kann. Schafe werden für die Wiesen und Heiden, Ziegen für das Kurzhalten der Sträucher und Elche zum Verbiss der aufwachsenden Bäume eingesetzt. Die ersten Ergebnisse sprechen für den Einsatz von Haus und Wildtieren in der praktischen Landschaftspflege.
Deshalb schlossen sich nach Auslaufen des Forschungsprojektes im Jahr 2003 mehrere Partner zu dem Verbund "Elche in der Lausitz" zusammen: Institut für Landespflege, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft e.V., Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V., dem die tiergärtnerisch/veterinärmedinzinische sowie dem Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie "lutra", das die fachliche Betreuung der Elche obliegt.
Projektvorstellung (PDF-Datei 174 KB)
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