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18. Dezember 2006

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Ein inzwischen in tibetischem Stil gezeichnetes Bild von Frau Zimmermann zeigt      unser gesamtes Tibetdorf. Links kann man das im Entstehen begriffene Kamelhaus erkennen. Die beiden Häuser für Yaks und Schweine sind bereits fertig.

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So ungefähr wird die Südseite des Kamelhauses einmal aussehen, wie die anderen Gebäude auch wieder so wie ein Bauernhaus aus Osttibet (Kham). In der Region, die wir als Vorbild für unser Dorf gewählt haben, gibt es zwar keine Kamele, dafür aber in anderen Regionen Tibets, z.B. in den trockenen Wüstensteppen von Amdo.

 

 

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Anfang des Monats Dezember haben wir das Fundament des Hauses gegossen. Zwischendurch stellen andere Mitarbeiter des Tierparks und unsere "Ein-Euro-Jobber" in mühevoller Kleinarbeit das Außengehege für die Maskenschweine fertig, an das wie in Nordtibet eine Freilufttoilette angrenzt. Deren Wände werden gerade aus Birkenreisig geflochten, das später mit Lehm abgedichtet wird.
                                                             
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Fleissig und ausgesprochen fachmännisch gestalten die Maurer zunächst die drei Natursteinwände des Kamelhauses. In nur zwei Wochen sind diese schon sichtbar gewachsen. Verträgliche Temperaturen, Sonne und eine frische Brise beflügeln unsere Mitarbeiter bei der Arbeit. Nebenan wehen die Gebetsfahnen im Wind und das Om mani padme hum der Manisteine leuchtet in der Sonne.

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Kamelstute Alya schaut begeistert auf ihr neues Zuhause, nachdem sie sich vor lauter Neugier sogar an dem lauten und ungewohnten Betonmischer vorbei traute. Wenn alles gut geht, dann wird sie am 18. August kommenden Jahres bei der 50. Geburtstagsfeier des Görlitzer Tierparks in das Haus einziehen können. Interessenten sollten sich den Termin schon mal vormerken, denn an diesem Tag wird es ein richtiges tibetisches Fest geben

17. Oktober 2006

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Nachdem unsere fleißigen Handwerker und zum Schluss auch die Tierpfleger in der vergangenen Woche die allerletzten Arbeiten am zweiten Haus des Tibetdorfes vollbracht hatten (Bild 1+2), konnten wir die drei jungen Maskenschweine, die aus der Zucht des Tierparks Berlin stammen, in ihr neues Domizil lassen.


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Vom Quarantänehaus aus durften sie gleich zu Fuß gehen. Das mit der richtigen Richtung war zwar nicht so ganz einfach (Bild 3)...


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...schließlich haben aber alle im Gleichschritt und zufriedenen Blickes das Außengehege betreten (Bild 4)...

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....und wir konnten beruhigt mit einem Glas Sekt auf das kleine aber feine neue Haus anstoßen (Bild 5+6).

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Am vergangenen Sonntag war es dann soweit: Bürgermeister und Tierparkvereins-Vorsitzender Ulf Großmann hielt eine "schweinische" Rede und setzte mit dem Anbringen von Gebetsfahnen und eines Khatag den i-Punkt auf das Häuschen (Bild 7).

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Schließlich lüftete er den Türvorhang, den wir aus Lhagang (Tagong) mitgebracht hatten (Bild 8), und die neuen Bewohner präsentierten sich völlig ruhig und gelassen dem zahlreich erschienenen Publikum (Bild 9+10).


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Kelsang, Kando und Dölma fühlen sich in Görlitz offenbar sehr wohl - sie lassen sich gern von den Pflegern mit Eicheln und Bucheckern und von den Besuchern mit Streicheleinheiten verwöhnen und strahlen eine richtige Glückseligkeit aus.


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Glücklich waren auch alle Tierpark-Mitarbeiter, weil zu dem internationalen Erntedankfest im Anschluss an die Einweihung des Schweinehauses mehr als 800 Besucher kamen. Sie konnten typische tibetische Feldfrüchte (Kartoffeln, Wasserrüben/Rettich, Erbsen und Gerste) kaufen und erleben, wie das Getreide geröstet und daraus Tsampa-Mehl hergestellt wird (Bild 11+12).


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Kinder probierten aus, wie in Tibet Schweine gemalt werden (Bild 13). Ein polnischer Frauenchor erfreute die Gäste mit traditionellen Weisen aus dem Nachbarland und mit leckerem, selbst hergestelltem Brot, Kuchen und Eingemachten (Bild 14). Außerdem boten Fischer, Jäger, Bauern, Bäcker und Wollhändler aus der Oberlausitz ihre Produkte an.  


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Ein wenig tibetisch, wenn auch nicht so feurig wie bei einem richtigen Pferdefestival in Tibet, ging es beim Ponyreiten für die Kinder zu (Bild 15) und mit der schönen Aussicht auf ihr eigenes neues Haus im kommenden Jahr hat auch Kamelstute Alya viele Kinder und die Strapazen des Festes ruhig und gelassen ertragen (Bild 16).

 

6. Oktober 2006

Im Mai begann der Bau des zweiten Tibetdorf-Hauses mit dem Schachten und Gießen der Fundamente, danach wurde die Innenwand aus Ziegelsteinen gemauert, eine Dämmung aufgelegt und schließlich eine zweite Wand aus Natursteinen davor geblendet.

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Das Dach ist mit einer Schicht aus ökologischem Dämm-Material belegt und mit Folie abgedichtet worden. Das entspricht zwar nicht der originalen tibetischen Bauweise, aber wir mussten die in Deutschland gültigen Vorschriften für den Bau einhalten (Dämmung) bzw. wollten eine möglichst pflegearme Dachkonstruktion haben - die in Tibet üblichen Lehmdächer erfordern nämlich eine fortwährende Unterhaltung.


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Der Aussenbereich wurde wie in Kham mit Rundhölzern umgrenzt und mit Natursteinen ausgelegt.

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Auch die Trag- und Deckenkonstruktion entspricht wieder unserem Vorbild, einem Khampa-Haus in der Region westlich von Kangding (Dartsedo). Unser Bauingenieur und Freundeskreis-Vorsitzender Hans-Jürgen Goss  betreute den Bau engagiert und fachlich fundiert.

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In den letzten Tagen wurde mit der Installation der Inneneinbauten begonnen und die letzten Malerarbeiten an den Fenster- und Türgesimsen ausgeführt - wie beim Yakhaus natürlich mit Naturfarben und tibetisch.

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Ob das Haus  den Maskenschweinen, die wir kommenden Dienstag aus dem Berliner Tierpark abholen werden, genauso gut gefällt wie uns selbst, bleibt abzuwarten. Wenn sie nur halb so frech und zufrieden dreinschauen wie die beiden Schweine aus Dargye und Tagong, dann haben wir´s wohl richtig gemacht.

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2. Juni 2006

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Über unseren Geshela Tenzin Samphel aus dem Tibetischen Zentrum Rheinland haben wir uns natürlich besonders gefreut, denn er hat den langen Weg aus Erpel nicht gescheut, um in die östlichste Stadt Deutschlands zu kommen und für das Yakhaus eine Zeremonie abzuhalten. Vorher brachte ihn ein kleines tibetisches Mädchen, das mit seinen Eltern aus Berlin angereist war, zum Schmunzeln, als es sich bei den vorbereiteten Opfergaben (Kekse) bediente (Bild 1). Hunderte Gäste hatten sich eingefunden, um der Zeremonie beizuwohnen, die mit Gebeten, Glockengeläut und anderen rituellen Handlungen begann (Bild 2).

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Danach befestigte der Geshe weitere Gebetsfahnen an unseren Gebetsfahnenstangen, in deren Mitte ein Manisteinhaufen aufgeschichtet ist (Bild 3). Schließlich wurde die Zeremonie mit einem Feueropfer in dem extra dafür auf dem Dach des Hauses platzierten Ofen beendet (Bild 4). Möge die Segnung dem ersten fertiggestellten tibetischen Haus in Görlitz und natürlich seinen Bewohnern und Betreuern für die Zukunft viel Glück und Wohlergehen bringen und möge sie Anlass und Anreiz für möglichst viele sein, ein ehrliches Mitgefühl für ihre Mitmenschen und alle anderen Lebewesen auf dieser Erde zu entwickeln.

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Um letztere, insbesondere unsere Yaks und Kaschmirziegen ging es ja vor allem am 21. Mai. Nach der Zeremonie durften sie dann auch unter Führung des Geshela und unserer Tierpfleger Einzug in ihr neues Domizil halten (Bild 5+6). Offenbar waren sie ganz zufrieden. Zumindest deutet ihr völlig ruhiges und ausgeglichenes Verhalten auch in den Tagen danach darauf hin. Glücklich waren aber auch der Geshela und unsere tibetischen Gäste aus Berlin, denn mit dem Yakhaus wissen sie nun ein ziemlich originales Stück Heimat ganz in ihrer Nähe.

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Auch das Fest selbst sollte nicht nur oberflächlich ein tibetisches sein. Unsere Mitarbeiter und Partner haben sich deshalb bei der Vorbereitung sehr viel Mühe gegeben und bis auf die Konsistenz der Teigtaschen (Momos) und den Geschmack des Bieres (Chang) ist das Drumherum auch einigermaßen gut gelaufen. Es wurde Gerste geröstet (Bild 7) und gemahlen (Bild 8), ...

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... der Geshe führte vor, wie aus dem Mehl die Hauptnahrung der tibetischen Nomaden (Tsamba) zubereitet wird (Bild 9) und sogar Rolf Schlagloth (Vorstand der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien) knetete einen eigenen Ba und ließ ihn sich schmecken, unter den wohlwollenden Blicken des Tierpark-Trägervereinsvorsitzenden und Bürgermeisters für Gesundheit, Bildung und Soziales Ulf Großmann und zwei Vertretern des Görlitzer Rotary-Clubs (Bild 10).

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Übrigens gehören die eben genannten zu den vielen Partnern des Tierparks, die das Tibetdorfprojekt fördern. Sie und die vielen hier nicht genannten haben wir deshalb verewigt, und zwar auf Steinen, die den in Tibet allerorten zu findenden Manisteinen nachempfunden sind. Außerdem dient ein tibetischer Steigbaum nicht nur zum Erklimmen des Yakhausdaches, sondern auch als Kontostandsanzeiger für unser Projekt. Jede Stufe symbolisiert einen Wert von 15.000 Euro (Bild 11). Sage und schreibe 14 Stufen konnten schon markiert werden, und von diesem Geld haben wir für den Bau des Yakhauses mit Gehege noch nicht einmal alles verbraucht. Gleich neben dem Steigbaum wächst tibetischer Rhabarber, der auf dem Dach der Erde als Heilpflanze verwendet wird (Bild 12).

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Auch andere typische Wild- und Nutzpflanzen haben wir im Umfeld des Yakhauses gepflanzt. Die helfen vielleicht den Männern, die sich beim nächsten Mal am Steinhebe-Wettbewerb beteiligen wollen. Diese tibetische Sportart diente auch bei unserem Fest weniger einem Kampf um Medaillien und Erfolge, sondern vielmehr dem Spaß - den hatten nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Teilnehmer wie der Sieger (Bild 13) und ein tibetischer Gast (Bild 14).

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Spaß und Erkenntniszuwachs hatten hoffentlich auch die erwachsenen und jungen Gäste beim Drucken tibetischer Symbole (Bild 15), beim Reifenschieben (Bild 16) ...

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... oder beim Ausprobieren einer Steinschleuder. Und außerdem konnte jeder an der Wunschwaage zeigen, was er für wichtiger hält - die eigenen oder die Wünsche für Tibet (Bild 17). Geschafft aber glücklich über den ersten Schritt zum Tibetdorf ließen sich schließlich einige der "Görlitzer Tierpark-Tibeter" zusammen mit dem Geshela ablichten (Bild 18).

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Eine lange Pause bleibt uns aber nicht, denn noch im Herbst wollen wir das nächste Haus fertigstellen. Das steht schon fast zur Hälfte. Damit es die zukünftigen Bewohner warm genug haben und wir den deutschen Haltungs- und Bauanforderungen genügen, wird zunächst eine Innenwand errichtet (Bild 19), die dann außen mit tibetischem Natursteinmauerwerk, Fenstern, Türen und Zierelementen ausgestattet wird. Unser Maskenschwein-Eber scheint sich auf sein neues Zuhause offenbar schon zu freuen - dem "Lächeln" nach zu urteilen jedenfalls (Bild 20).

 

21. April 2006
... endlich hat der Frühling nun auch bei uns Einzug gehalten, und wir konnten die lang hinausgeschobenen Arbeiten fortführen/zu Ende bringen. Damit auf den Fotos davon etwas zu sehen ist, haben wir diese Bauinformation so lange hinausgezögert.

Inzwischen wurden die Fenster und Türen im Yakhaus eingesetzt und bemalt (Dank dafür vor allem an die Berufsakademie Ost!), die - wegen der deutschen Sicherheitsvorschriften gar nicht tibetische! - Installation für Elektrik und Wasser durchgeführt, ein dafür umso tibetischerer Rauchopferofen auf dem Dach gebaut, die Inneneinrichtung (Futterkrippen, Trennwände) für die Tiere gestaltet und die Umzäunungen bei den beiden Vorgehegen fertiggestellt. Momentan sind wir gerade dabei, das Umfeld des Yakhauses zu gestalten. Auch hier soll alles tibetisch aussehen, u.a. mit Gebetsfahnen und einem Kräutergärtchen. Außerdem wird der Bachlauf noch bis zum baldigen Eröffnungstermin in Gang gebracht, damit unsere Yaks von Anbeginn auch baden können. Unsere Kaschmirziegen durften bereits im Februar aus ihrer Interimsunterkunft in ihr neues Domizil umziehen, weil sie ihre Jungen dort zur Welt bringen sollten. Zwei sind Ende März und Anfang April geboren. Die Jüngste hat ihre erste Feuertaufe bestanden als sie zu einer Jungtierschau einen halben Nachmittag auf Karin Riedels Arm viele Streicheleinheiten über sich ergehen lassen musste. Unsere Yakkühe Chamu und Celina waren aber auch nicht faul, denn sie haben am 10. März zusammen mit dem Görlitzer Oberbürgermeister am Rathaus eine Tibetflagge gehißt. Und auch die Kameldamen standen im Mittelpunkt des Interesses, weil sie unerwarteterweise am selben Tag ein Fohlen zur Welt brachten. Leider starb eines davon infolge einer bakteriellen Infektion. Das andere, das bald von seinen Paten einen tibetischen Namen erhalten wird, ist wohlauf und entwickelt sich gut.  Spätestens Mitte Mai sollen alle Yaks und Kaschmirziegen ihre Unterkunft und das Freigehege endgültig in Beschlag nehmen, damit sie zur feierlichen Eröffnung am 21. Mai schon alles kennen und den hoffentlich zahlreich erscheinenden Besuchen ruhig und gelassen gegenübertreten können.

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3. Januar 2006
Selbstverständlich gehen die Arbeiten am Yakhaus und -gehege auch bei diesem Winterwetter weiter. Nachdem die Yaks ihr Haus nochmal inspiziert und allem Anschein nach für gut befunden haben, konnten noch rechtzeitig vor dem ersten Schnee im alten Jahr auf der Attika und über dem Gesims die Schieferplatten gelegt und die Wasserabweiser aus ausgehöhlten Baumstämmen installiert werden.

Ein anderer Baumstamm wurde zum Steigbaum umgearbeitet und bereits am Haus befestigt. Allerdings hat diese tibettypische Leiter bisher nur einige Stufen, denn wir wollen sie als "Kontostandsanzeiger" für die eingegangenen Spenden, Fördermittel etc.verwenden. Beim Einarbeiten der Stufen haben uns viele Partner auch ganz praktisch geholfen, die ansonsten dankenswerterweise das "Tibetdorfkonto" mit Dienstleistuns-, Sach- und finanziellen Beihilfen aufgefüllt haben. Wir hoffen sehr, dass wir weiterhin regelmässig neue Stufen in den Baum schlagen können!

Für die Kaschmirziegen haben unsere 1-€-Jobber das Vorgehege mit grossen Steinplatten ausgelegt und seit Weihnachten auch mit einem Zaun aus geflochtenen Birkenstämmen umgrenzt.

Bei Familie Yak ist am 27. November 2005 übrigens zum zweiten Mal in diesem Jahr Nachwuchs gekommen. Der kleine Sprössling heisst ONGA, so wie der Thangka-Malerstudent, den Karin Riedel und Andreas Zaplata während ihrer Reise nach Sichuan im Dorf Dargye kennenlernten (siehe dazu Bericht in der 9. Info). Leider hatte der Yakvater seinen Sohn gleich am ersten Lebenstag im wahrsten Sinne des Wortes auf die Hörner genommen, so dass er Trost bei seiner Mutter suchen musste und wir die beiden zur Sicherheit erst einmal anderswo untergebracht hatten. Die Familienzusammenführung zwei Wochen später verlief glücklich, Vater und Sohn vertragen sich wieder, letzterer rast im Gehege umher, schaut neugierig nach allem und ist wesentlich zutraulicher als sein Bruder Tashi, der Anfang Dezember nach Osnabrück umgezogen ist und dort jetzt auf einem Bauernhof zusammen mit vier jungen Yakdamen eine grosse Koppel bewohnt.

Inzwischen steht auch der Termin für den 4. Jugendworkshop fest, den die Tibetinitiative Deutschland in unserem Tierpark durchführen will: vom 20.-23. April treffen sich hoffentlich recht viele junge Tibetinteressenten aus Deutschland, Polen und Tschechien hier, um über das Thema "Natur und Kultur in Tibet" zu diskutieren. wer Lust hat, kann sich ja den Termin schon mal vormerken.

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8. November 2005
Nachfolgend eine kleine Auswahl von Fotos, die Karin Riedel, Andreas Zaplata und ihr Begleiter/Dolmetscher, der Mönch (Geshe) Nawang Thapke während ihrer Reise nach Kham im September angefertigt haben. Besonders für unsere beiden Tierpark-Mitarbeiter wird diese Tibeterfahrung unvergesslich bleiben, weil sie das erste und sicher nicht das letzte Mal die liebenswerten Menschen und die herrliche Landschaft kennengelernt haben, weil sie gute wie weniger gute Erfahrungen und schließlich viele neue Anregungen für unser Tibetdorfprojekt sammeln konnten. Beide Tierparkmitarbeiter sind ausgesprochen dankbar, dass sie in ihrem Geshela einen sachkundigen, lebenslustigen und kompetenten Begleiter gefunden haben, der ihnen bei den Bauern, Mönchen und Nonnen der Kandze-Region Tür und Tor und vor allem die Herzen geöffnet hat. Dadurch, dass sie nicht als Touristen oder als Betrachter von Aussen in dem schönen Dorf Dargye waren, sondern als wissbegierige und tatkräftig Helfende, lagen die Sympatien sicher auch auf der anderen Seite. Sie haben jedenfalls Einblicke in das harte und entbehrungsreiche Leben tibetischer Bauern bekommen, die einem westlichen Wissenschaftler wohl meist verborgen bleiben.

 

Das Dorf Targe in der Kandze-Region (chinesische Provinz Sichuan) war im September 2005 Heimstatt für zwei Tierparkmitarbeiter:

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Dorf Dargye in Kham                                                                    typisches Haus in Mischbauweise

 

Schwere Arbeit in Idyllischer Landschaft und der buddhistische Glauben kennzeichnen das Leben tibetischer Bauern:

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Feldarbeit in 3.500 m Höhe                                                           Wohnhaus mit Gebetsfahnen

 

Familie Yalu, Verwandte des Mönches und Dolmetschers Nawang Thapke zeigte Zootierinspektorin Karin Riedel und Tierpfleger Andreas Zaplata, was tibetische Gastfreundschaft bedeutet:

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Frauenrunde im Dorf                                                                     Steigbaum in´s Obergeschoss

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Erntepause im Wohnzimmer                                                         Mit der Gastfamilie vor dem Wohnhaus

 

Im August/September ist Erntezeit, die für Mensch und Tier Schwerstarbeit bedeutet. Die Tierparkmitarbeiter sammelten bei ihrer tatkräftigen Hilfe wertvolle Erfahrungen:

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Pferde beim Transport von Erbsenstroh                                          Hochlandgerste-Kornpuppen

 

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Erntehelfer                                                                                   Ernteeinfuhr auf den Hof

 

Die Tierhaltung in Tibet unterscheidet sich stark von unserer hier. Davon wird man im Görlitzer Tibetdorf viel erfahren:

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Fachsimpelei unter Landwirten                                                      Bauer Yalu beim Pflügen mit Yaks

 

Eine Geldspende aus Görlitz für die Sanierung der Grundschule im Tal von Targe war ebenso willkommen wie die Finanzierung einer Solaranlage für die Gastfamilie. Weitere Hilfe, z. B. bei der Bewältigung der Müllproblematik ist in Zukunft geplant. Jeder kann den Tierpark dabei unterstützen. 15 , 16 , 17 , 18 Müllprobleme auch in Targe

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Tibetische Grundschule                                                                 Beim Tibetisch-Unterricht

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Freude über die neue Solaranlage                                                 Müllprobleme auch in Targe

 

Unsere Tibetreisenden mit ihren Görlitzer Yaks am/im neuen und fast vollendeten Yakhaus.

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7. Oktober 2005
Der sagenhaft schöne Herbst hat uns nicht nur gute Besucherzahlen beschert, sondern auch das Tibetdorf im wahrsten Sinne des Wortes wachsen lassen. Wir sind jedenfalls sehr froh, dass das Engagement all unserer Leute ungebrochen ist, und wir nicht nur am Haus weiter malen (Bild 1 = weiße Stirnflächen der Zierbalken) und zimmern (Bild 2 = Geländer), sondern auch schon die schweren Granitplatten (von der Pro Stein Gmbh aus Krobnitz kostenlos zur Verfügung gestellt!) vor den Eingängen als "anstehendes" Gestein verlegen konnten, damit die Yaks und Ziegen in den Vorgehegen festen Grund unter den Klauen haben (Bild 3+4).

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Ebenso gewichtig waren die Felsbrocken, die bei der Gestaltung des Bachlaufes und des Teiches für die Yaks und Streifengänse, verlegt werden mussten. Unser Gärtnermeister Thomas Aster hat das mit seinen Mannen wieder in bewährter Manier und mit exzellentem Ergebnis vollbracht (Bild 5). Schließlich galt es, noch bis Mitte September die Saat in die Erde zu bringen, damit die Tiere im kommenden Frühjahr auch etwas Frisches zum beissen vorfinden. Dafür musste ein Gemisch aus Recyclingschotter und Humus aufgebracht, das Ganze mit Gras-, Klee- und Schafgarbensamen eingesät und schließlich verdichtet werden (Bilder 6-8).

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Zwei Wochen später waren die ersten Keimlinge schon am Sandbad für die Ziegen zu sehen (Bild 9) und in den letzten Tagen sah man bereits eine richtig grüne Fläche (Bild 10), auf die drei unserer Kamele einen sehnsüchtigen Blick warfen (Bild 11), obwohl sie noch täglich frisches Grünfutter bekommen.

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Und so nebenbei haben wir auch noch das Luchsgehege fertiggestellt (tibetischen Zaun geflochten, Kletterschutz bemalt, tibetischen Wacholder, Eibe, Cotoneaster etc. gepflanzt...), denn am Montag sind unsere beiden älteren Luchsdamen in das neue Domizil eingezogen. So haben sie noch eine Woche Zeit, ehe das Gehege am 16. Oktober anlässlich unseres Erntedankfestes (es gibt selbst erzeugte Kartoffeln, Kürbisse und Honig!!!) der Öffentlichkeit übergeben wird.

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8. September 2005
Das Freigehege für die Yaks, Kaschmirziegen und später auch Trampeltiere ist in großen Teilen fertig, d.h. der alte Betonboden wurde entfernt, der neue Untergrund hergerichtet, mit Riesel ein Ausgleich geschaffen, 650 m² Recycling-Gitterplatten aufgelegt, ein Sandbecken für die müden Tiere sowie ein Teich/Bachlauf für die badefreudigen Yaks bzw. die Streifengänse gebaut. Zur Zeit kann nur ein Teil der Gesamtfläche fertiggestellt werden, da wir im kommenden Jahr noch grundlegende Änderungen in der Wegeführung herbeiführen müssen.

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Das Yakhaus sieht jetzt schon wie ein richtiges tibetisches Haus aus, auch wenn wir das Dach aus Gründen der besseren Dichtheit und des geringeren Pflegeaufwandes als Flachdach mit Foliendichtung gestaltet haben. Von außen ist dies nicht zu sehen, vielleicht aber eine mögliche Verbesserung für Hausneubauten in Tibet selbst? Unsere fleissigen 1-€-Handwerker haben inzwischen selbst Feuer gefangen und begriffen, dass man nicht alles nach deutschen Maßstäben messen muss. Sie bearbeiten sogar schon das Holz für das Terassengeländer per Hand, putzen die Tür- und Fensterfaschen sowie Schmuckelemente nicht schnurgerade und verwenden für die Farbgestaltung Naturfarbstoffe mit Kasein als Bindemittel - sieht nicht nur tibetisch aus, sondern färbt ebenso wie in Kham ab, wenn man sich zu sehr anlümmelt. Die Locken- und Pommerngänse schließlich begutachten das Ganze bei ihrem täglichen Tierparkrundgang mit kritischem Blick und gänsetypischem fauchen.

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5. August 2005
Ein Sommerloch gibt es bei unserem Bauvorhaben wirklich nicht. Es geht so schön vorwärts, dass ich diesmal wieder ein paar mehr Fotos anhängen muss. Der Fussboden im Yakhaus und für die Terasse ist fertig, die Farbproben für die Bemalung der Holzbalken gesetzt, die Bretter, die in Tibet als von unten sichtbare Lage auf die Deckenbalken gelegt werden, sind gespaltet (eine für uns nicht ganz so leichte Handarbeit) und eingebaut (die Zwischenlage aus Rhododendronzweigen haben wir weggelassen, weil unser Dach aus Gründen der Pflegeerleichterung nicht mit Lehm, sondern mit Folie/Kies gedeckt wird),

Die Dachunterkonstruktion (Balken und Schalung) wurde fertiggestellt, die Attika gemauert und alles zunächst mit einer Plane belegt, so dass das Dach erst einmal dicht ist, und die Yaks und Kaschmirziegen mussten in andere/provisorische Gehege umziehen (was Tashi, seiner Mutter und ihren Verwandten weniger Sorgen bereitet als wir annahmen), damit wir mit dem Abriss ihres alten Aussengeheges beginnen konnten, denn in zwei wochen soll die Gestaltung des neuen beginnen, das wir jetzt im Detail geplant haben

Bis Mitte September soll der erste Teil des Geheges fertiggestellt sein, so