Sehen Pandas nicht anders aus?

Sein viel bekannterer Namensvetter, der Große Panda sieht schwarz-weiß aus. Der Kleine Panda, auch Roter Panda oder Katzenbär genannt, gleicht nicht nur dem Waschbären, er ist mit diesem auch verwandt. Den Namen „Panda“ erhielten sie von Europäern, die im 19. Jahrhundert Ostasien erforschten. Vielleicht haben sie ihn von dem nepalesischen Wort POONJA, übersetzt „Bambuspfote“, abgeleitet. Denn Bambus ist die Lieblingsspeise von beiden.

Größe:
Kopf-Rumpf 51-63 cm
Schwanz 28-48 cm

Lebensalter:
14 Jahre

Geschlechtsreife:
mit 18 Monaten

Tragezeit:
112-158 Tage

Nahrung:
Bambus (80%), Gras, Eicheln, Wurzeln, Beeren, Flechten, Vogeleier, Jungvögel

Lebensraum:
Bambus-, Rhododendron-,  Eichenwälder
2200-4800m üNN

Gefährdung:
stark bedroht

 

Roter Panda - Forschung im Naturschutz-Tierpark Görlitz

Roter Panda - Schutzprojekte in Nordost-Indien

 

Am 06. Juni 2007 hat unser Katzenbär-Weibchen (Mei Li) ein Junges geboren. Sie ist nicht nur eine ausgesprochen
liebevolle und geduldige Mutter, sondern auch uns gegenüber sehr kooperationsbereit. Wir durften mit Hilfe
von Video- und Fotokameras das Geschehen in der Wurfhöhle fast von Anfang an beobachten und festhalten.
So gelangen uns Einblicke in die Jungenaufzucht beim Roten Panda, die bisher noch nirgendwo anders jemand
bekommen hat. Verbunden damit sind zahlreiche neue Erkenntnisse.

       

Wir wissen jetzt genau, wie oft, wie lange und in welcher Art ein Pandajunges bei seiner Mutter säugt, dass
diese sich sehr intensiv um die Fellpflege ihres Nachwuchses kümmert, ihm ein Nest baut und sogar Spielzeug
in Form von Ästen und Holzstücken in die Höhle bringt, die sogar als Kopfkissen benutzt werden. Die Mutter
spielt auch sehr ausgiebig mit ihrem Kind...

  

...und muss dabei so manchen Prankenhieb einstecken. Das nimmt sie aber niemals übel.

Mit etwa drei Monaten beginnen die Ausflüge nach draußen, bei denen das Junge von der Mutter lernt, Eibenfrüchte
oder Bambus zu fressen, den Muntjaks zu zeigen, wie man Angriffe startet, im Geäst Gleichgewicht zu halten,
sich dort auch einen gemütlichen Schlafplatz zu suchen oder wenn es regnet und stürmt, die gemütliche Höhle aufzusuchen.

    

So ist das kleine Mädchen, dem wir den Namen SONAM (tibetisch = die Glückliche, Tugendhafte) gegeben haben, gut gerüstet für ihren Zukünftigenden.



Das ist Kelsang (tibetisch = der Glückhafte), der am 24. September 2008 aus dem schwedischen Zoo NORDENS ARK zu uns kam. Er hat sich sehr gut eingelebt. Nach den anfänglichen Prankenhieben von Sonam ist nun Ruhe eingekehrt und alle drei Pandas gehen zur gleichen Zeit auf Nahrungssuche oder schlafen nahe beieinander in ihrem Lieblingsbaum, der großen Eibe.


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