Im Tierpark muss man sich stets ruhig und still verhalten?
Und immer nur Gehegeschilder lesen, wenn man mehr über die Tiere wissen will?
Nicht bei uns!

Viel spannender ist es doch, Neues spielerisch zu entdecken und auch mal auf einem unserer zahlreichen Spielplätze herumzutoben. Und Spielen ist nicht nur für Kinder ein großer Spaß. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz gibt es deshalb vielfältige Spielmöglichkeiten, bei denen man praktisch nebenher mehr zu tierischen Fähigkeiten, den Gefahren im Leben der Tiere und natürlich ihren Lebensräumen erfährt.

 

Insgesamt über 100 Natur-Schau-Spiele sorgen für jede Menge Unterhaltung und Lernmöglichkeiten!

So kann man sich beispielsweise spielerisch auf abenteuerliche Wanderungen begeben, erfährt, wie Antennen Leckereien melden und wer seine Taschen mit Blütenstaub füllt. Auf der Buchenallee wird geklopft, geangelt und gerätselt. Mit seiner Superzunge angelt der Specht die fettesten Leckerbissen aus den Fraßgängen von Käfern und Ameisen. Wie schwer das ist, erfährt man beim Spechtzungenspiel.

Es ist der reinste Drahtseilakt, die Seile an der Storchenwiese nicht zu berühren. Im wahren Leben der Störche sind die Seile Hochspannungsleitungen und die sind gefährlich. Das Füttern der Störche macht wirklich Spaß. Am besten, man versorgt ihn mit den Speisen aus seinem Stammlokal, der Feuchtwiese. An Ruhetagen, kann man schon einmal die Felder nach Nahrung absuchen. Doch füttert man ihn mit dem, was der Straßenrand bietet, dann...doch hier wird nicht alles verraten!

Themenspielplätze

Bambusspielplatz

Gleich neben dem Gehege der Roten Pandas liegt der Bambusspielplatz. In einer Holzhöhle kannst Du dich wie ein Panda fühlen, denn hier ziehen sie ihre Jungen groß. Bambus ist ihre Hauptnahrungsquelle. Da er sehr nährstoffarm ist, müssen sie große Mengen davon fressen - was für ein Glück also, dass er so extrem schnell wächst! Der Riesenbambus bringt es beispielsweise auf bis zu 70 cm pro Tag.

Außerdem ist Bambus ein sehr starkes Material, was Du auf diesem Spielplatz selbst testen kannst. Er ist sogar reißfester als Stahl und wird immer häufiger als Baustoff und in der Industrie genutzt. Von Zahnbürsten bis hin zu Fahrradrahmen wird er verwendet.

Auch wir haben den Bambus für uns entdeckt und arbeiten in der Futterkiste mit nachhaltigen Bambusbechern.

Spinnenspielplatz

Auf der großen Festwiese im Tierpark leben nicht nur die Murmeltiere. Auch viele kleinere Tiere krabbeln dort meist unbeachtet umher. Sie bewohnen kein Gehege, sind aber dennoch sehr interessant! Ihnen ist der Spinnenspielplatz gewidmet.

So kannst Du in unserem Radnetz ausprobieren, wie anstrengend es ist, auf und ab zu klettern. Die Familie der Radnetzspinnen ist natürlich bestens daran angepasst, möchte aber trotzdem nicht in ihrem Netz gestört werden. Zu ihnen gehören unter anderem unsere einheimischen Kreuzspinnen. Einige von ihnen bilden Kolonien und bauen sogar gemeinsame Netze!

Auch das Haubennetz weist auf eine besondere Gruppe hin: Haubennetzspinnen, auch bekannt als Kugelspinnen, sind eine eigene Familie innerhalb der Radnetzspinnen. Anhand ihres runden, kugeligen Hinterleibs und den meist dünnen, langen Beinen sind sie gut zu erkennen.

Wenn Du genug geklettert und gespielt hast, geh doch einmal selbst auf die Suche und erforsche, wer alles im dichten Gras lebt!