Inhalt Suchen

ntpbanner1.gif (15054 Byte)

 

Naturschutz-Tierpark Görlitz - ein multifunktionelles Kulturinstitut

Der Naturschutz-Tierpark Görlitz ist nicht nur eine Oase in der Stadt, sondern auch ein ganz besonderer Zoo. Im "Schaufenster der Natur" werden etwa 500 Tiere in phantasievoll, naturnah und mit Liebe gestalteten Gehegen vorgestellt. Besondere Attraktionen sind ein Haustierstall mit Streichelgehege und Bauerngarten, ein Fischottergehege mit Abenteuerbrücke, ein Gehege für Rote Pandas mit China-Pavillon, ein Freigehege für Rhesusaffen mit Futterkanone und eine Wiese mit vielen Weißstörchen. Zudem bereiten viele lehrreiche Erlebnisspiele und die deutschlandweit einmalige Dauerausstellung "Klapperstorch mein Guter" Freude und Entspannung.

Mit 5 ha Fläche gehört der Naturschutz-Tierpark Görlitz zwar zu den kleinsten, in Bezug auf seine Qualität aber zu den besten Zoos in Deutschland. Im "großen Zootest" des Maganzins stern (31/2000) belegte er den zweiten Platz in der Kategorie "kleinere Zoos" und den fünften Rang unter insgesamt 39 getesteten Einrichtungen. In der Kinderzeitschrift GEOlino (4/2000) wurde der Naturschutz-Tierpark Görlitz als einziger sächsischer neben weiteren neun deutschen Zoos als besonders kinderfreundlich empfohlen. Mit der Aufnahme in den Weltzooverband (WAZA) im Jahr 2002 fand der östlichste Tiergarten Deutschlands schließlich weltweite Anerkennung.

Unser Tierpark erfüllt damit folgende Funktionen:

  1. Naturschutz im weitesten Sinne

  2. Volkstümliche Informationsquelle auf dem Gebiet der Naturkunde

  3. Biologische Forschung

  4. Erholungsraum für Jung und Alt.

Dem hochgestochenen Namen "multifunktionelles Kulturinstitut" wird also auch ein so kleiner Tierpark wie der in Görlitz durchaus gerecht.

 

Naturschutz

In unserem Tierpark werden nicht nur verletzt eingelieferte Wildtiere gesund gepflegt und wieder freigelassen oder selten gewordene Tierarten wie Uhu oder   Weißstorch gezüchtet. Auch die Sensibilisierung und Aktivierung möglichst vieler Menschen für die Bewahrung und den Schutz von Lebewesen und Lebensräumen ist ein wichtiger, wenn nicht der entscheidende Teil unserer Naturschutz-Arbeit.
 

Wir treten als "Pate" bzw. "ökologischer Sponsor" und Werbeträger für den Erhalt von zwei Gebieten der Region mit wertvoller Naturausstattung ein:

Das Landschaftsschutzgebiet "Königshainer Berge" und

das Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft".
 

In Form von Ausstellungen, Informationsveranstaltungen, Vorträgen, von praktischer Naturschutzarbeit (z. B. Herstellung von Nisthilfen für Störche, Wanderfalken, Hohltauben oder Singvögel) und nicht zuletzt mit der Haltung heimischer Tierarten wie Kranich, Uhu oder Weißstorch in naturnahen Gehegen zeigen wir den Besuchern ökologische Zusammenhänge. Sie erkennen dabei die hohe Wertigkeit der heimatlichen Natur und setzen sich selbst aktiv für deren Schutz ein.

 

Bildung

Naturkundliche Breitenbildung läßt sich nirgendwo besser vermitteln als in einem Tierpark oder Zoo. Wo sonst kann jedermann Haus- und vor allem Wildtiere so hautnah erleben? Wo sonst lassen sich Tiere so ungestört beobachten?
   

Deshalb kommen auch jährlich etwa 4.000 Schüler in unser NaTIERkundehaus, denn es ist ein fester Bestandteil des Heimatkunde- und Biologieunterrichtes der Schulen von Görlitz und Umgebung. Dabei werden nicht nur lehrplangebundene Themen behandelt, sondern auch fachübergreifender Unterricht oder Projekttage durchgeführt und nicht zuletzt Arbeitsgemeinschaften betreut.
   

Im Gegensatz zur vielerorts noch üblichen "Konsuminformation", d. h. dem Lesen von Tiergehegeschildern, geht unser Tierpark mit "Natur-Schau-Spielen" neue Wege:

Der Besucher wird durch interaktive Spiele, Fühlkisten, Erlebnispfade und dergleichen zum aktiven Lernen (unter Einbeziehung aller Sinne) angeregt.

Die dabei aufgenommenen Informationen, z. B. über die Nahrung des Uhus, die Nistweise von Vögeln oder die Gefährdungsursachen für den Weißstorch, bleiben nachhaltiger in der Erinnerung als beim bloßen Lesen.

 

Forschung

Haben Sie gewußt, daß ein Igel 8.000 Stacheln in seinem "Kleid" trägt, daß er Mäuse selbst erbeuten kann oder daß sich Störche an ihrem unterschiedlich gefärbten Kehlsack unterscheiden können.....?
All diese Dinge haben wir in unserem Tierpark herausgefunden. Und obwohl man annehmen sollte, daß gerade bei den genannten Tierarten schon alles bekannt ist, gibt es noch viele Wissenslücken. So weiß man zwar, daß sich Störche klappernd verständigen, aber nicht, wie ihre "Klappersprache" funktioniert. Wir sind jetzt dabei, sie zu entschlüsseln.
  

Daneben verfolgen wir mit Notizbuch, Fotoapparat und Tonband die Jugendentwicklung von Tieren, über deren Biologie aus freier Wildbahn noch nichts oder nur wenig bekannt ist, z. B. beim Moluckenkakadu oder Gänsegeier.
  

Nicht zuletzt stehen auf dem Forschungsprogramm auch Freilanduntersuchungen, die sich einmal mit der Tierwelt unserer heimatlichen "Patenschaftsgebiete" beschäftigen (Weißstorch, Wirbeltiere der Königshainer Berge u. a.), aber auch fremdländische Arten berücksichtigen, die wir einmal in unserem Tierpark zeigen wollen oder deren Leben noch unbekannt ist (z. B. Maushasen aus Zentralasien).

 

Erholung

Der Naturschutz-Tierpark liegt an der Peripherie der Görlitzer Südstadt, etwa 7 - 10 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Weniger diese zentrale Lage als vielmehr der herrliche Park selbst mit seinem wertvollen Gehölzbestand und dem abwechslungsreichen Gelände machen den Tierpark zu einem Naherholungsziel ersten Ranges.
  

Besonders im Frühjahr und Sommer nutzen mitunter tausende Görlitzer die Wochenenden zu einem Spaziergang in der grünen Oase an der Zittauer Straße. Oft sind es ganze Familien vom Enkel bis zur Großmutter, die dem Park mit seinen Tieren und natürlich auch dem einmaligen Holzfiguren-Spielplatz und den vielen Natur-Schau-Spielen einen Besuch abstatten.
  

Gerade als Begegnungsstätte für Jung und Alt sowie für alle sozialen Schichten der Bevölkerung gewinnt der Naturschutz-Tierpark immer mehr an Bedeutung, kann man sich doch hier in Ruhe und ohne Hektik, abseits von Verkaufsschau, Autohaus oder Supermarkt mit Freunden, Bekannten oder Verwandten treffen. Bei einer Reihe von Sonderveranstaltungen (Ausstellungen, Konzerten, Kinderfesten, dem traditionellen Ostereiersuchen, Tiervorführungen, Pony- und Kamelreiten u. v. a.) nimmt man so "nebenbei" noch Kultur, Bildung oder einfach Spaß mit.

 

Zurück Nach oben Weiter

Senden Sie Ihre E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: info@tierpark-goerlitz.de
Copyright © 1999/2000 Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V.
erarbeitet durch: Christine Schlegel, aktualisiert durch: Annett Buchholz
Stand: 17.01.2007