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Pressemitteilung (19) an diverse Medien vom 4. Dezember 2002 Krippenspiel im Bauernhof"Heiliger Abend. Ein Schneesturm weht um die Häuser. Es ist kalt und
ungemütlich. Jeder der jetzt draußen ist, wünscht sich eine Stube zum Aufwärmen. Kann
man nicht einfach einmal an einer Haustür klingeln und um Einlaß bitten? ..." Die Akteure des "Krippenspieles im Schneesturm" sind Schüler des Musischen Profils der Mittelschule Innenstadt. Sie führen es am Sonntag, den 8.12.2002 (3. Advent) um 15:00 Uhr im Haustierstall des Naturschutz-Tierparks auf. Ein Rundgang durch den Naturschutz-Tierparks, der auch im Winter ausgesprochen reizvoll ist, rundet den vorweihnachtlichen Nachmittag ganz sicher ab.
Pressemitteilung (18) an diverse Medien vom 25. November 2002 Reise zu den Pandas SichuansIn den Bambusdschungeln der "Da Xiong Mao" Noch vor wenigen Jahren war es ein Privileg ausgesuchter Wissenschaftler, engagierter
Naturschützer oder guter Journalisten, die Lebensräume des geheimnisumwitterten Großen
Panda zu besuchen. Inzwischen ist dieser liebenswerte Bambusfresser nicht nur zum Symbol
des WWF sondern weltweit wohl zum bekanntesten Tier geworden. Man hat in China derweil
aber auch erkannt, dass der Schutz dieser Art und vor allem der Schutz seiner Lebensräume
von einem naturverträglichen Tourismus profitieren kann. Deshalb dürfen heute auch
ausländische Touristen bestimmte Gebiete und Pandastationen besuchen, in denen sie den
"Da Xiong Mao", die Große Bärenkatze sehen und deren Bambusdschungel
kennenlernen können. Wer sich nun als Naturliebhaber diesen längst gehegten Traum
erfüllen möchte, der kann dies im Mai kommenden Jahres tun (24.5.-07.6.2003).
Pressemitteilung (17) an diverse Medien vom 11. November 2002 Klapperstorch-erotische GeschichtenMan sollte es nicht glauben, aber es muß schon gekonnt sein, den Klapperstorch aus der Reserve zu locken. Wichtige Traditionen sind leider in Vergessenheit geraten, wahrscheinlich bringt er deshalb heutzutage viel weniger Kinder, als noch vor 30 Jahren. Was es mit dem Klapperstorch so auf sich hat, wird am Freitag, den 15. November verraten. Um 20:00 Uhr lesen KATRIN MATTHIEU und BERND FISCHER im Tierpark - Restaurant "Zum gebratenen Storch" kurzweilige "klapperstorch-erotische" Geschichten. Diese Geschichten wurden in den teilweise über 100 Jahre alten Büchern des Storchenmuseums gefunden. Sächsische Klapperstorch-Gedichte, wirkungsvolle Deklamationen, heitere Aufführungen zu Polterabend und Hochzeit und nicht zuletzt Geschichten einer alten Hebamme bringen Licht ins Dunkel der Aufgaben des Klapperstorches. Der als Zeugungs- und Geburtshelfer erst seit Mitte des 18. Jahrhunderts wirkende Klapperstorch, verlangt schon nach ausgeklügelten Hochzeits-, Geburts- und Taufritualien. Eine junge Dame beispielsweise, die bald heiraten möchte, muss den Storch fliegen sehen; sieht sie ihn nur auf der Wiese stehen, wird sie nur Patin und wartet ein Jahr länger auf den Bräutigam. Wenn der Kinderwunsch schnell in Erfüllung gehen soll, legt man besser ein Stück Zucker auf die Fensterbank. Eine unangenehme Begleiterscheinung der Kinderanlieferung ist der Storchenbiß in die weibliche Wade. Deshalb muß die junge Mutter einige Tage im Bett zubringen.
Pressemitteilung (16) an diverse Medien vom 10. November 2002 Seminar zur Pflege hilfsbedürftiger WildtiereWas tun mit jungen Mauswieseln im Gepäck oder Fledermäusen in der Gardine Und hier das Programm im Detail: Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen beschränkt. Deshalb bitte unbedingt unter der angegeb. Adr. rechtzeitig anmelden! Programm 12.00 bis 13:00 Mittagspause 13.00 bis 15:00 Praxisteil im Tierpark
Pressemitteilung (15) an diverse Medien vom 11. Oktober 2002 Was für eine FerkeleiCarola, das deutsche Edelschwein des Naturschutz-Tierparks Görlitz hat sich in der
Nacht vom 10. zum 11. Oktober mächtig ins Zeug gelegt und 12 Ferkel zur Welt gebracht!
Pressemitteilung (14) an diverse Medien vom 10. Oktober 2002 Tierische Herbstferien 14.10. bis 25.10.2002Täglich Montag bis Freitag Jeden Dienstag Jeden Mittwoch Donnerstag, 17.10.2002 Donnerstag, 24.10.2002
Sächsische Zeitung vom 1. Oktober 2002 Keine Pfanne für Miss SchnattelViele Zaungäste bei tierischen Schönheitswettbewerb / 2003 Wahl der schönsten Esel
Freches Federvieh hielt den Schnabel Elfriede geht das nicht anders. An die rosa Schleife mag sich die graue Pommerngans von Klaus Böhme aus Sohland am Rotstein überhaupt nicht gewöhnen. Und Elfriede ist zudem die Einzige in der Runde der Schönsten, die ohne tierische Begleitung antreten muss, weil das Herrchen mit ihren Artgenossen gerade bei einer Ausstellung in Altbernsdorf Preise einheimst. Anders Liese und Lotte, die Felix und Florian Schallansky im blumig bunt geschmückten Leiterwagen chauffieren. "Voriges Jahr waren wir zur Mister Bock-Wahl als Zuschauer im Tierpark und als damals zur Miss Gans-Wahl aufgerufen wurde, wollten unsere Kinder mit Liese und Lotte unbedingt dabei sein", erzählt Papa Thomas Schallansky, während die Gänse-Mädchen und Fuchs-Jungen von Thomas Matzkes Tanzschule mit einem drolligen Gänsetanz die Wartezeit bis zur Siegerehrung verkürzen. Rote Rose an den goldenen Bändern Im nächsten Jahr sollen beim tierischen Schönheitswettbewerb im Naturschutztierpark Miss und Mister Esel gekürt werden. Interessenten können sich schon jetzt mit ihren Tieren bewerben. von Uwe Schwarz
Dresdner Morgenpost vom 1. Oktober 2002 Gestatten ... ich bin die Weihnachtsgans Auguste
"Schnattel" ist die schönste Gans in Sachsen. Das von Carola Etzold umarmte Federvieh vom Reiterhof Schöpstal (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) wurde im Tierpark Görlitz als "Miss Gans 2002" gekürt, setzte sich gegen acht Mitbewerber durch. Nun steht ihr eine Theaterkariere als "Weihnachtsgans Auguste" bevor. Der Reiterhof führt das Stück in umliegenden Gemeinden auf. Foto: Waclawik
Sächsische Zeitung vom 28./29. September 2002 Störrische Walli ließ sich nur mit Mühe "überreden"
Die Kamelmutter wollte partout nicht ihre neue Tierparkwelt in Görlitz kennen lernen. Erst die sanfte Gewalt von sechs Tierpflegern brachte die 15jährige Stute ins neue Gehege, wo sie mit Tochter Petra vorerst leben wird. Die beiden stammen aus dem Leipziger Zoo, der seinen gesamten Kamelbestand auflöst. Die Leipziger hatten noch Schulden, denn vor fünf Jahren reiste Kamelstute Aisha von der Neiße an die Pleiße. Den Wochenendbesuch im Tierpark kann man am Sonntag gleich mit der spektakulären Wahl der "Miss Gans 2002" verbinden. Foto: SZ/Thomas Fiedler
Sächsische Zeitung vom 18. September 2002 Schönste Gans 2002 gesucht
Ob der Zögling von Tierpfleger Jörg Späthe "Miss Gans 2002" bleibt! Die Besucher entscheiden, welche Gans aus dem Görlitzer Tierpark an der Misswahl teilnimmt. Am 29. September gibt es die tierische Schönheitskonkurrenz. Ob alberne oder eingebildete Gänse: Wer eine solche präsentieren möchte, sollte sich schnell im Tierpark anmelden (Telefon 40 74 00).
Sächsische Zeitung vom 7./8. September 2002 "Nachtgespenst" frisst SchädlingeDie Nachtschwalbe bevorzugt forstschädliche Schmetterlinge als Nahrung / Sie überwintert in Afrika
Die Nachtschwalbe - auch Ziegenmelker genannt - ist ein Charaktervogel der trockenen Heiden. Bis vor wenigen Jahrzehnten war er jedem Jäger bekannt, er zumindest begegnete diesem Sonderling unserer heimischen Vogelwelt bei der Heimfahrt vom Bockansitz. Dann erschienen im Scheinwerferlicht die rötlich phosphorierenden Augen der Nachtschwalben an Sandwegen, auf Gestellen oder wenig benutzten Waldstraßen regelmäßig. Die Balz mit den surrenden Lauten, auf- und abschwellend, der taumelnde Flug mit klatschendem Zusammenschlagen der Schwingen, alles irgendwie sonderbar. Aber erst das Nest, das gar keines ist. Schließlich legt der Vogel seine beiden Eier, die ein Vollgelege darstellen, auf den blanken Boden der Nadelstreu. Nicht mal eine Bodenmulde ist zu erkennen. All das hat die Nachtschwalbe auch nicht nötig, sie selbst sieht auf dem Boden aus wie ein Rindenstück. Und auch die beiden Eier sind so gefärbt, dass man sie einfach nicht erkennt. Die Eier sind elliptisch. In Tönung und Fleckung unterschiedlich, haben sie ein marmoriertes Aussehen, eben eine hervorragende Tarnfarbe, die sich anpasst an das Nadelpolster unserer Kiefernwälder. In der Regel kommt es zu zwei Bruten im Jahr, beide mit jeweils zwei Eiern. Offenbar von der zweiten Brut einer Nachtschwalbe bekam der Naturschutz-Tierpark Görlitz zwei Nachtschwalbeneier. Bei Reisigberäumung wurden diese zufällig gefunden. In solchen Fällen wird das Gelege nicht weiter bebrütet, sondern von den Altvögeln verlassen. Im Brutschrank des Tierparks schlüpfte ein Nachtschwalbenküken, im anderen Ei war ein solches abgestorben. Das Nachtschwalbenküken wurde von Tierparkinspektorin Karin Riedel erfolgreich aufgezogen, beringt und in die Wildbahn zurückgegeben. Bei der Freilassung in den Abendstunden konnten schon Jagdflüge auf Nachtfalter beobachtet werden. Diese sind bevorzugte Nahrung der Nachtschwalbe, deswegen haben die Vögel auch große Bedeutung bei der Bekämpfung forstschädlicher Schmetterlinge, zum Beispiel Nonne, Kiefernspanner usw. Die Aussicht, dass sich handaufgezogene Nachtschwalben schnell den natürlichen Umweltbedingungen anpassen können, ist relativ groß. Im Gegensatz zu den Greifen brauchen sie keine Anlernphase bei der Jagd bzw. dem Erhaschen der Beutetiere. Dr. Reiner Schlegel beschäftigte sich intensiv mit der Nachtschwalbe. Er hat eine seltene Reaktion dieser Art bei Nahrungsengpässen festgestellt: Kommt es infolge schlechter Witterung, Kälte oder Niederschlag zum Nahrungsmangel, da die Insekten nicht aktiv sind, vermag sich unser "Nachtgespenst' durch Senkung der Körpertemperatur auf "Hungertage" einzustellen und diese gewissermaßen mit einem "Leben auf Sparflamme" zu überstehen. Unsere Nachtschwalben überwintern in Afrika. Der Zugweg wird den Vögeln angeboren, muss also nicht wie bei Wildgänsen angelernt werden. Falls bei der Pfifferlingssuche zwei gefleckte Eier auf dem Boden gefunden werden, bitte unberührt liegen lassen. Am Tag brütet bei dieser Art das Weibchen. Das kommt wieder, sobald der Pilzsammler das Revier gewechselt hat. von Siegfried Bruchholz
Elbe-Elster-Rundschau vom 6. September 2002 Klinik für Meister AdebarAngeschossener Storch aus Schleife im Görlitzer Tierpark
Der große Zug ist schon auf dem Weg nach Süden. Für sieben Störche aus der Lausitz
wird's dieses Jahr aber nichts mit dem Sommerurlaub in Afrika. von Peter Waclawik
BILD vom 3. September 2002 "Der
nächste Storch, bitte!" -
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| Auf der Stelzvogel-Wiese nahe dem Panda-Gehege erholen
sich die Störche. Fotos: WACLAWIK |
Tierpfleger Jörg Späthe (27) betreut einen Jungstorch, dessen Flügel von einem Gewehrschuss zertrümmert wurde. |
Im "Wartezimmer", einer mit Maschendraht umzäunten Wiese, herrscht wieder
großer Andrang. Einige Mitglieder der Familie Adebar haben verbundene Flügel, humpeln
traurig durchs Gehege.
Während der große Vogelzug schon auf dem Weg in den warmen Süden ist, müssen
mindestens sieben Jungstörche auf der "Krankenstation" überwintern. Karin
Riedel (46) stellvertretende Tierpark-Chefin: "Sie haben sich bei ihren ersten
Flugversuchen die Füße verstaucht oder die Flügel geprellt."
Der gegenwärtig schlimmste Pflegefall: Ein von Unbekannten angeschossener Jungstorch (3
Monate). Tierfreunde hatten ihn blutend und völlig entkräftet auf der Straße gefunden.
Karin Riedel erschüttert: "Ein Diabolo steckte in der rechten Schwinge."
In einer einstündigen Notoperation wurde der Bruch genagelt. Nun muß täglich zweimal
der Verband gewechselt werden. "Wir hoffen, dass der Knochen ohne Komplikationen
zusammenwächst, sich die Wunde nicht infiziert", so die Vize-Tierparkchefin.
"Verläuft der Heilungsprozess problemlos, könnte der Patient im Frühjahr wieder
fliegen."
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Sächsische Zeitung vom 24. August 2002

Dieser Storch sowie sechs weitere Artgenossen haben den Heimflug krankheitshalber
verpasst und überwintern nun im Görlitzer Naturschutz-Tierpark. Besonders tragisch:
Dieser erlitt durch einen Luftgewehrschuss einen Trümmerbruch am rechten Flügel.
Tierpark-Inspektorin Karin Riedel und Manuela Kleeman reinigen die Wunde täglich mit
Penizillin und verbinden den Flügel neu. Somit hat er beste Chancen, nächstes Jahr
ausgewildert zu werden. Zu den zeitweiligen Pflegetieren zählten dieses Jahr bereits
Habicht, Sperber, Schildkröte, Mauer- und Abendsegler, Schwan, Mauswiesel und viele
Singvögel.
Foto: SZ/Thomas Fiedler
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 27. August 2002
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz braucht wieder neue Bambuspflanzen für die Roten
Pandas. Da wir nun regelmäßig Panda-Nachwuchs in unserem Gehege haben, reicht unser
Bambusbestand nicht mehr aus und wir müssen weitere Pflanzungen vornehmen.
Wer Bambuspflanzen abgeben möchte, meldet sich bitte unter (03581) 40 74 00 bei Frau
Buchholz.
Übrigens. In den nächsten Tagen wird unser Panda-Nachwuchs seine Höhle verlassen und für die Besucher sichtbar sein.

"Ma Rek" beim Bambusfressen
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Sächsische Zeitung vom 24. August 2002

Der historische Kinderwagen passt zum Storch. Katrin Matthieu zeigt einem ihrer Adebare stolz die alte Kutsche, die Ulf Großmann für die Museumsnacht zur Verfügung stellte. Der Görlitzer Kulturbürgermeister sammelt solche Fahrzeuge nämlich, was für den Vater von fünf Kindern durchaus ein passendes Hobby sein dürfte. Zu sehen ist das Wägelchen, wenn sich im Tierpark Görlitz Adebar heute von seiner erotischen Seite zeigt. Zwischen 21:30 und 22 Uhr gibt es allerlei Geschichten um Geburten, Kinder, Hochzeiten und Storchengeschichten.
Foto: Andreas Trela
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 20. August 2002
Die dritte tierische Schönheitskonkurrenz im Naturschutz-Tierpark Görlitz sucht in diesem Jahr unter den sächsischen Gänsen die schönste am 29. September von 14:30 17:00 Uhr.
Schnattergänse mit besonderem Charakter, wachsame Gänse, alberne oder eingebildete Gänse werden am 29.9.02 einem interessierten Publikum und einer kritischen und humorvollen Jury vorgestellt! Bei ihrer Bewertung richten sie ihr Augenmerk besonders auf Gesamtbemuskelung, Brustumfang, Gänsefüßchen, Schatterart und intensität, Gänsemarschfähigkeit, alberne oder dumme Besonderheiten und eine gansgerechte und humorvolle Präsentation.
Schauen Sie in Ihren Gänsestall und suchen Sie Ihre Favoritin für die Schönheitskonkurrenz aus!
Den Siegerinnen wird sicherlich keine Gänsehaut kommen - ihnen winken
Geld- und interessante Sachpreise.
Bewerbungsunterlagen für die Miss GansWahl erhalten alle, die
mitmachen wollen beim
Naturschutz-Tierpark Görlitz e. V.
Zittauer Straße 43
02826 Görlitz
Tel. 03581/ 40 74 00
Fax 03581/ 40 74 01
E-Mail naturschutz-tierpark-goerlitz@t-online.de
Zur Teilnahme werden maximal 10 Tierhalter mit höchstens 2 Kandidatinnen zugelassen, deshalb sollten sich Interessenten möglichst frühzeitig anmelden, spätestens aber bis zum 15.9.2002.
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Sächsische Zeitung vom 6. August 2002
Freundeksreis des Görlitzer Naturschutz-Tierparks sorgte für eine gesellige Runde / Dankeschön an die Tierpaten

Der Görlitzer Tierpark erlebte Sonntagnachmittag eine illustre Tierparade, die im Gänsemarsch vom bekannten NaTIERkundehaus zur Gaststätte führte. Dort wurden die Vierbeiner von ihrem Freundeskreis schon erwartet, und der konnte sich wahrlich davon überzeugen, dass die auserwählten Tierparkbewohner auch außerhalb des Geheges ihren Pflegern auf Schritt und Tritt folgen können.
Martin hat hier nichts zu meckern
Angeführt wurde der Umzug von der Ziegendame "Lucie", die bei einer Auktion
für den hiesigen Tierpark gekauft wurde. Seitdem brachte sie 19 Kinder zur Welt und zog
mit ihrem beispiellosen Muttertrieb auch drei Rehe und ein Mufflon groß. Es folgte
Ziegenbock "Martin", der in Berlin geboren wurde und bei einer Ausstellung in
Görlitz so gut gefiel, dass ihn der Tierpark nicht mehr hergeben wollte. Der nächste im
Gefolge war Eselstute "Camilla". Sie erblickte 1998 in Dortmund das Licht der
Welt und schenkte bisher drei Fohlen das Leben, die leider alle kurz nach der Geburt
gestorben sind. Viele Streicheleinheiten gab es schon unterwegs für Shetlandpony
"Ronny", dass in in seinem Tierparkleben schon unzählige Kinder auf seinem
Rücken getragen hat.
Natürlich durften die Kühe nicht fehlen
Zur Tierparade gehörte auch die Yakstute "Celina", die in Tibet beheimatet
ist und von ihrem Pfleger schon so gut auf menschliche Bedürfnisse eingestimmt wurde, das
man inzwischen auch auf ihrem Rücken reiten kann. Natürlich durften bei diesem
tierischen Einmarsch Rotkuh "Rosi" und die schwarzbunte Kuh "Lisa"
nicht fehlen. Lisa kam 1995 im Görlitzer Tierpark zur Welt, sorgte inzwischen für
fünffachen Nachwuchs und sieht im September ihren sechsten Mutterfreuden entgegen. Den
Umzug beendete Kamel "Shila", das zu den besonders lieben Tierparkbewohnern
gehört und in ein tibetisches Dorf umziehen wird, sobald der Tierpark dieses Vorhaben
realisiert hat. Als Zugabe präsentierte Axel Gebauer dann noch einen jungen Fischotter.
An der Leine seiner Pflegerin Annette spazierte er durch das Menschenspalier und ließ
sich sogar streicheln.
Der sechs Wochen alte Otter kam am 1. Juli in den Tierpark, weil seine Mutter auf der
Landstraße überfahren wurde. Er soll allmählich wieder ausgewildert werden, um dann mit
einem Sender versehen über die Lebensweise der possierlichen Tiere in freier Natur
Auskunft zu geben.
Am Sonntag hatte der Tierpark auch Sponsoren eingeladen, um ihnen in geselliger Runde für
ihre finanzielle Unterstützung im zurückliegenden Jahr zu danken. Brigitte Westphal von
der Humboldt-Apotheke gehörte dazu. Sie ist seit einigen Jahren beim Förderverein und
übernahm voriges Jahr die Patenschaft für die beiden Luchse. "Ich mag Wildtiere
besonders und freue mich, wenn sie durch meine Futterhilfe ihr gesichertes Auskommen
haben".
Tierpark ist weiter auf Spenden angewiesen
Rentnerin Ingrid Bäther entschied sich voriges Jahr für die Patenschaft der beiden
Esel und pflegt damit auch ein Stück Heimatverbundenheit. "Wie Eselstute Camila
komme auch ich aus Dortmund und habe hier ein neues Zuhause gefunden", klärt sie
auf. "Zudem", meint sie scherzhaft, "werden auch meine Haare mit den Jahren
grauer und warum sollte man sich nicht zu einer gemeinsamen Farbe bekennen." Ingrid
Bäther weiß, dass der Tierpark auf Spenden angewiesen ist und deshalb finanzierte sie
auch das Terrarium für die Chinesischen Riesenunken.
Seit fünf Jahren pflegt Hausfrau Karin Eichhorn die Patenschaft mit einer Schee-Eule. "Ich mache das, weil mich diese Vögel faszinieren und weil man durch diese Hilfe auch etwas vom Tierpark zurückbekommt". Damit meint Karin Eichhorn die Verbundenheit zum Pflegepersonal und dass sie sich inzwischen zur großen Tierparkfamilie dazugehörig fühlt.
von Frank Fischer
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Sächsische Zeitung vom 30. Juli 2002
Viele Tiere haben ihr Leben de Wildtier-Auffangstation zu verdanken

Die kleine Elster sperrt ihr Schnäbelchen sperrangelweit auf. Man hört förmlich den Schrei "Ich habe Hunger!". Auf ihrem Speisezettel stehen momentan Küken- und Mäusegeschnetzeltes. Nicht ungewöhnlich für den kleinen Fresssack. Ungewöhnlich dagegen die momentane Heimat des Vogels. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz ist das schwarz-weiße Federknäuel in der Wildtier- und Auffangstation untergebracht. Die neue Außenanlage mit den großräumigen Volieren dafür gibt es noch gar nicht so lange. Diese wurden im Vorjahr mit Hilfe von Fördergeldern des Regierungspräsidiums und von fleißigen ABM-Kräften errichtet. Seit März diesen Jahres ist der Geldhahn allerdings zugedreht. Zahlungen für Futtermittel und Tierarztkosten wurden nicht mehr bewilligt. Dabei werden für die Station finanzielle "Spritzen" dringend benötigt.
"Von Jahr zu Jahr verzeichnen wir immer mehr Einlieferungen von verletzten oder Fundtieren", sagt Karin Riedel. Die Zootierinspektorin weist darauf hin, dass nicht nur aufgefundene Tiere von Privatpersonen im Zoo ihre Lebenschance erhalten. Auch so genannte Schmuggeltiere, wie Schildkröten oder Singvögel, die der Zoll abliefert, werden im Tierpark versorgt. Die Zahl dieser extra zu pflegenden Tiere belastet den Finanzhaushalt des Vereins zusätzlich. Deshalb versucht Tierpark-Chef Dr. Axel Gebauer zu prüfen, inwieweit finanzielle Hilfe von den zuständigen Behörden erwartet werden kann. "Bisher erhielten wir von diesen Stellen jedoch keine Reaktion", ist Karin Riedel etwas resigniert. Das Futtermittel für die hochzupäppelnden Tiere schon zu Buche schlagen, zeigt beispielsweise das Fressverhalten der Mauersegler. Diese Vogelart wird sehr oft im Tierpark abgeliefert. "Am liebsten fressen sie Grillen, diese sind jedoch sehr kostenintensiv. Deshalb müssen wir das Futter mischen. Es wird aber icht so gut wie die reine Insektennahrung angenommen", weiß die gute Fee der Pflegestation, Manuela Kleemann.
Seit Wochen hat die junge Frau weder Sonnabend noch Sonntag großartig Freizeit. Ihre Schützlinge kennen eben kein Wochenende. Aber Manuela Kleemann macht ihren Job mit viel Engagement und Liebe. Zärtlich beugt sie sich über ein Wieselkind. Das kleine, kulleräugige Tierchen fand seinen Weg zur Wildtier-Auffangstation in der Vorwoche auf eigenwillige Weise. Manuela Kleemann erzählt: "Eine Familie entdeckte nach ihrem Zelturlaub das Wiesel zu Hause in ihrem Gepäck." Irgendwie hat sich "Winni Puh" - wie das drollige Kerlchen mittlerweile genannt wird - zwischen den Gepäckstücken als blinder Passagier eingeschlichen. Sein Schicksal: Sobald es alt genug ist und in einem gesonderten Gehege das Jagen erlernt hat, geht es für Winni Puh zurück zu Mutter Natur.
Dies ist insgesamt das Anliegen der Pflegestelle. "Gerade bei Fundtieren wie Greifvögeln versuchen wir, die Tiere an die ehemaligen Fundorte zu schaffen. Dort befindet sich oft das angestammte Revier dieser Tiere", erläutert Manuela Kleemann.
Bei der winzigen Zwergfledermaus, die gerade erst eingeliefert wurde, ist deren Ursprung eher unsicher. Eine Familie entdeckte das nachtaktive Tier in seiner Wohnung. Beim Versuch, es in die Freiheit zu entlassen, schlugen deren Flügel nicht. Verklebt und verkleistert sehen sie aus. Das Fledermäuschen riecht außerdem eigenartig, fast ranzig. Seine Pflegerin vermutet, dass das Tier einen Abstecher in eine Öl- oder Teerschüssel machte. Also heißt es für Flattermann, ein Bad mit "Fit" zu nehmen. Danach findet sich das Kleine in einem Brutapparat für Küken wieder. "Damit es trocknet", lautet der Kommentar der Tierpflegerin. Ob der Zwerg durchkommt, ist vorerst ungewiss. Doch die Station hat schon vielen Tierchen das Leben gerettet. "Wichtig jedoch ist, nicht voreilig zu handeln." Denn einige Tiere sind nur scheinbar Findelkinder. Beispielsweise gibt es Vogelarten, die zu den "Bettelflüglern" zählen. Das heißt, der Jungvogel sitzt erbärmlich piepsend auf dem Erdboden und wartet auf Futter. Jedoch nicht von Menschenhand: Die Eltern befinden sich meist noch in der Nähe. Deshalb ist es oberstes Gebot, erst einmal die Situation zu beobachten und etwas abzuwarten. Denn so manches Tierkind findet seinen Weg in den Görlitzer Tierpark, weil es von Tierliebhabern zu schnell eingesammelt wurde.
Von Constanze Prause
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 24. Juli 2002
Es gibt was zu feiern!
Der Freundeskreis Tierpark Görlitz e.V. schaut auf 10 erfolg- und ereignisreiche Jahre zurück.
Angetreten ist er, um den Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. zu unterstützen, ihn bekannt zu machen und mit zu helfen, daß er immer ein Besuchermagnet bleibt. Das tat der Freundeskreis auf vielfältige Art und Weise:
Bei Arbeitseinsätzen, an dem die Mitglieder mit großen Enthusiasmus teilnahmen, wurde
am Kinderspielplatz, der Haustieranlage, dem Fischotter- und Bergtiergehege, dem
Streichelgehege und dem neuen Restaurant "Zum gebratenen Storch" sozusagen
persönlich Hand angelegt.
Überdies sammelte der Freundeskreis in den letzten 10 Jahren beeindruckende 180.000 DM
für die Finanzierung vieler Projekte des Naturschutz-Tierparks, darunter 20.000 DM für
das neue Fischottergehege, 30.000 DM für das der Roten Pandas, 42.000 DM für das neue
Rhesusaffengehege, 30.000 DM für die Ausstattung des Heimtierraumes im NaTIERkundehaus,
14.000 DM für die Gestaltung des Eingangsbereiches und 40.000 DM für die Gestaltung der
Ausstellung "Klapperstorch mein Guter". Das allein ist schon ein kleines Wunder,
wobei niemand bei der Gründung des Freundeskreises ein solches erwartet hat.
Nicht nur Geld sammeln und arbeiten für den Tierpark stand auf dem Vereinsprogramm, sondern auch die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern und Freunden dem Interesse an Zoos, Tieren und der Natur im allgemeinen zu frönen. Gut besuchte Veranstaltungen, wie gemeinsame Ausflüge in andere Zoos und Naturschutzgebiete, interessante Vorträge über Tiere und ihre Lebensräume, aber auch ein gärtnerischer Abend mit dem Gärtnermeister des Tierparks und Berichte über die Bewohner des Tierparks sind allen Teilnehmern noch in guter Erinnerung. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, jeder Interessent herzlich willkommen.
Der Freundeskreis Tierpark Görlitz e.V. ist Mitglied des Dachverbandes "Gemeinschaft Deutscher Zooförderer". Zahlen und Aktionen zeigen das Engagement der Freundeskreismitglieder, aber auch das der Görlitzer Bürger und aller Freunde des Naturschutz-Tierparks Görlitz für ihren Tierpark!
Am 4. August 2002 wollen sich die Tiere und die Mitarbeiter des Naturschutz-Tierparks für dieses Engagement bedanken!
Freundeskreismitglieder sind 16:00 Uhr herzlich zu Kaffee und Kuchen in das Restaurant
"Zum gebratenen Storch" eingeladen.
Als besonderes Dankeschön für alle Besucher, Freunde und Förderer des
Naturschutz-Tierparks findet um 17:00 Uhr eine Tierparde statt!
Ab 18:00 Uhr möchte sich dann der Naturschutz-Tierpark bei allen Förderern, Spendern und
Sponsoren im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung für die Treue und Unterstützung
bedanken. Auf Grund dieser Feierlichkeiten ist das Restaurant "Zum gebratenen
Storch" ab 14:00 Uhr geschlossen.
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Sächsische Zeitung vom 11. Juli 2002

Ersatzmutter Annette Schneider aus dem Tierpark Görlitz hat viel Mühe beim Fläschengeben. Ihr aufgewecktes, sieben Wochen altes Fischotter-Baby wurde Anfang Juli an einem Bachlauf bei Cunewalde ohne Eltern gefunden. Das Kleine nimmt bis zu 50 Gramm am Tag zu und wird demnächst dem alten Otterpaar im Freigehege des Tierparks vorgestellt. Es soll später ausgewildert werden. In Deutschland leben rund 1.000 Fischotter und 200 davon allein in der Lausitz.
Foto: SZ/Wolfgang Wittchen
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Sächsische Zeitung vom 25. Juni 2002

Schwierige Lebenslagen erfordern ungewöhnliche Lösungen. Im Tierpark weiß man davon
ein Lied zu singen. Als vor einigen Tagen die Rehmutter eines Kitzes unerwartet im
Tierpark starb, fast gleichzeitig aber noch ein Findel(reh)kind aus Rothenburg abgegeben
wurde, war guter Rat teuer. Aber der Tierpark hat eine bewährte Leihmutter: Luci.
Die zehnjährige Ziegendame hat nicht nur ihren eigenen Nachwuchs groß gezogen, sie half
auch Rehen, Mufflons und anderen Zicklein auf die Sprünge. Kein Wunder, dass sich die
beiden Rehkitze richtig wohl fühlen bei Mama Luci. Mit ein bischen Glück können die
Tierpark-Besucher das Dreiergespann im Rehgehege sehen, umsorgt vom erfahrenen Tierpfleger
Andreas Zaplata.
Foto: SZ/Thomas Fiedler
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Sächsische Zeitung vom 21. Juni 2002

Eine Info-Tafel im Görlitzer Naturschutz-Tierpark zeigt seit gestern interessante Fakten zum Artenschutz und 21 bedrohte Tierarten in Wort und Bild. Michael Gruschwitz (rechts), Ressortchef Artenschutz im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, war zur Enthüllung extra aus Dresden angereist. In insgesamt 34 europäischen Zoos weisen nunmehr solche Tafeln auf gefährdete Tierarten hin. Eine dieser Arten ist der Tonkin-Goldaffe in Vietnam. Der Görlitzer Tierpfleger Jörg Späthe hat übrigens im vergangenen Jahr in einer Auffang- und Zuchtstation im Cuc Phuong Nationspark (Vietnam) praktische Naturschutzarbeit geleistet.
Foto: SZ/Thomas Fiedler
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 12. Juni 2002
Firmensponsoring im Artenschutz und die Rolle der Zoos

Foto: junger Tonkin-Goldaffe (Rhinopithecus avunculus), Tilo Nadler
Noch vor wenigen Tagen konnte sich Matthias Kramer nicht vorstellen wie mit seinem Speiseeis das Überleben tropischer Affen gesichert werden kann. Als sächsischer Regional Key Account Manager der Schöller Direct GmbH hat er täglich mit süßen Sachen zu tun. Inzwischen weiß er nun aber auch, daß sein Eisverkauf hilft, die süßen Tonkin-Goldaffen in Vietnam zu retten.
Schöller ist nämlich bei der in Münster ansässigen Stiftung Artenschutz ÜberLebenspartner. Als solcher stellt die Firma für den blätterfressenden Goldaffen natürlich nicht Eis, sondern einen namhaften Geldbetrag zur Verfügung. Damit kann dieser zu den 10 bedrohtesten Affen der Welt zählenden Art (Es gibt nur noch ca. 200 Tiere!) geholfen werden. Im letzten natürlichen Lebensraum, dem nördlich von Hanoi gelegenen Schutzgebiet Na Hang, ist sie vor allem durch Holzeinschlag und Wilderei bedroht. Das "Eisgeld" wird dort für die Finanzierung einer Wildhütergruppe und die Errichtung von Kontrollstationen verwendet.
Dieses Naturschutz-Engagement von Schöller wird nun auf einer Tafel sichtbar, die Matthias Kramer am 20. Juni um 10:00 Uhr im Naturschutz-Tierpark Görlitz enthüllt, und zwar zusammen mit Dr. Michael Gruschwitz, dem Ressortchef Artenschutz im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Schließlich wird noch einer am Band ziehen, der die Tonkin-Goldaffen in Vietnam selbst kennengelernt und betreut hat. Es ist Tierpfleger Jörg Späthe aus dem Görlitzer Tierpark, der für ein halbes Jahr in der Auffang- und Zuchtstation für seltene Primaten im nordvietnamesischen Cuc Phuong Nationalpark praktische Naturschutzarbeit geleistet hat.
Noch am gleichen Tag wird es auch im Tierpark Weißwasser eine Tafelenthüllung geben. In weiteren 32 europäischen Zoos ist dies schon bzw. wird es in den nächsten Wochen geschehen. Damit erreichen die Beteiligten bereits jetzt über 20 Millionen Menschen, was die Bedeutung dieser weltweit einmaligen Initiative unterstreicht. Die Tafeln zeigen insgesamt 21 bedrohte Tierarten - vom Stummelfußfrosch über den Diademlori bis zum Visayas-Mähnenschwein - um die sich aber bisher weder staatliche Institutionen noch andere Naturschützer bemühen. Genau das ist auch das Einmalige an der Stiftung Artenschutz: Die Zoos schaffen zusammen mit nichtstaatlichen Naturschutzorganisationen und Wirtschaftsunternehmen eine Lobby für die "wilden Vergessenen", damit auch sie der Nachwelt erhalten bleiben. Diese Aufgabe ist lohnenswert und im Falle von Schöller zudem lecker!
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 12. Juni 2002
Tierische Ferien im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Der Naturschutz-Tierpark hat ein tolles Sommerferien-Angebot für alle tierinteressierten Kinder!
Jeden Ferien-Mittwoch von 14:00 bis 15:30 Uhr haben
jeweils 20 interessierte Ferienkinder die Möglichkeit,
den Tierpflegern über die Schulter zu schauen, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten und mitzuhelfen.
Da dürft ihr endlich einmal füttern, putzen, streicheln, beobachten und mal richtige Tierpfleger sein.
Damit die Pfleger Euren Interessen auch wirklich nachkommen können, solltet ihr Euch unbedingt vorher bei uns unter der Telefonnummer 40 74 00 für die "Ferien mit Tieren" anmelden und Euch für eines von den vier folgenden Revieren entscheiden (pro Revier können nur maximal 5 Kinder angenommen werden):
| Vogelrevier (mit exotischen Vögeln, Kattas, Meerkatzen und Roten Pandas) | |
| Wiederkäuerrevier (mit Steinböcken, Murmeltieren, Yaks, Ziegen, Kamelen und Luchsen) | |
| Futterküche (mit Fischottern, Rhesusaffen, Ponys und der Futtertierzucht) | |
| Haustierstall ( mit Tieren im Haus- und Heimtierbereich) |
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 11. Juni 2002
Naturschutz-Tierpark Görlitz in den Weltzooverband aufgenommen
Stolz verkündete der Vorsitzende des Trägervereins Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V., Bürgermeister Ulf Großmann, bei der Frühjahrssitzung des erweiterten Vorstandes am 04. Juni, daß die Institution als dritte sächsische bzw. 24. deutsche in den Weltzooverband (World Association of Zoos and Aquariums, WAZA) aufgenommen wurde. Das sei eine große Ehre für den kleinen Tierpark an der polnischen Grenze. Zunächst müssen nämlich erst einmal zwei WAZA-Mitglieder einen Aufnahmeantrag stellen. Im Fall des Görlitzer Tierparkes waren dies die Direktoren der Stuttgarter Wilhelma Prof. Dieter Jauch und des Tierparkes Berlin Dr. Bernhard Blaszkiewitz. Dann erfolgt durch ein siebenköpfiges Aufnahmekomitee unter Leitung des Zoodirektors William Dennler aus Toledo (USA) eine Prüfung der eingereichten Unterlagen. Genügen diese den Anforderungen, die sich im Besonderen auf eine hohe Qualität der Tierhaltung, der Naturschutz- und der zoopädagogischen Arbeit beziehen, dann erhält der Kandidat vom Präsidenten des Verbandes, Dr. Alex Rübel (Zoo Zürich) einen positiven Bescheid mit der freundlichen Bitte, den Zoo bei der nächsten Jahrestagung vorzustellen. Für die diesjährige im Wiener Tiergarten Schönbrunn wird das Team um den Görlitzer Tierparkdirektor Dr. Axel Gebauer deshalb eine entsprechende Präsentation vorbereiten. Die anwesenden Mitglieder des 1946 gegründeten Weltzooverbandes werden erfahren, daß sich der 5 ha große Tierpark vor allem dem Naturschutz und der Umweltbildung verpflichtet fühlt und daß er seine 600 Tiere aus Europa und Asien in naturnahen Gehegen zeigt. Diejenigen für Fischotter und Rote Pandas haben übrigens schon jetzt international Anerkennung gefunden, weil sie großzügig und mit innovativen Ideen gestaltet wurden. Ebenso innovativ sind die zoopädagogischen Angebote im östlichsten deutschen Zoo, so daß nicht nur Kollegen aus dem Inland zum Erfahrungsaustausch nach Görlitz kommen. Und schließlich engagieren sich die Görlitzer Tierpark-Mitarbeiter für die freilebenden Artgenossen ihrer Pfleglinge, indem sie bei nationalen und internationalen Naturschutzprojekten mitarbeiten.
Der Naturschutz-Tierpark der Neißestadt reiht sich so würdig und im Sinne des Mottos der Weltzoovereinigung "United for Conservation" (vereint für den Naturschutz) in die Reihe der anderen 200 Mitgliederzoos der WAZA ein, und damit kann der Vereinsvorsitzende Ulf Großmann wirklich zufrieden sein.
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Sächsische Zeitung vom 17. Mai 2002
Dafür dreht sich in der neuen Ausstellung und im Restaurant ab Montag alles rund um Adebar
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Fotos: SZ/Thomas Fiedler
"Klappern gehört zm Tierpark", verkündet der Görlitzer Naturschutz-Tierpark auf seinen Autos. Das gilt umso mehr für eine Einrichtung, die sich den (Klapper)Storch als Wappentier hält. Am Pfingstmontag öffnet der Tierpark die Tür zur neuen Storchen-Schau. Journalisten durften gestern schon mal reinschauen.
Von Susan Ehrlich
Klapperstörche aus Holz, Metall, Keramik, auf Papier, Glas, Porzellan, in Wort und
Bild, groß und klein und sogar live vom Dach des Hauses - die Ausstellung
"Klapperstorch mein Guter" präsentiert Meister Adebar in allen nur denkbaren
Varianten passend zum Tierpark-Logo.
Am Pfingstmontag, um 14:30 Uhr, wird die neueste Attraktion im Görlitzer
Naturschutz-Tierpark eröffnet und mit ihr das nagelneue Restaurant in der Storchen-Villa.
Dessen Name "Zum gebratenen Storch" hat allerdings nichts mit dem Speise-Angebot
zu tun, denn "Störche braten wir mit Sicherheit keine", versichert
Tierpark-Chef Dr. Axel Gebauer. Der provokant klingende Name wurde vielmehr einem
bekannten Sprichwort entlehnt. Acht Jahre hat sich der Tierpark um den Erwerb der
zweitgrößten Storchen-Sammlung in Europa bemüht. 1999 stellte sie der Wiesbadener
Sammler Manfred Hardel den Görlitzern zur Verfügung. Sie umfasst über 2.200 Exponate,
die nun von jedem bestaunt, betrachtet und manchmal auch belächelt werden können. Die
meisten von ihnen stammen aus dem Elsass. Hinzu kommen vom Tierpark zusammengetragene
Stücke und jede Menge Informationen rund um den sagenumwobenen Vogel.
Die Ausstellung will mit viel Wissenswertem beschreiben, wie der Storch zum Menschen
kam. Es geht um den Storch in Märchen, Sagen und Aberglaube, um den Glücks- und
Frühlingsboten, um Adebar als Wappenvogel, Werbeträger und natürlich als Kinderbringer.
Die Vitrinen haben dabei einige Raritäten zu bieten, wie eine vermutlich über 100 Jahre
alte Hebammenzange in Storchenform, die zum Abnabeln diente.
Im Fußboden sind "Schau-Fenster" eingelassen, von der Decke hängen Fahnen, die
reichlich Lesestoff zum Thema bieten - übrigens alles auch in polnischer Sprache.
Interessant sind darüber hinaus die Karte mit den Weißstorch-Nistplätzen in der
Oberlausitz und die Live-Übertragung vom Villen-Dach. Dort werden in den nächsten Tagen
die jungen Klapperstörche aus den fünf Eiern des Wildstorchenpaares schlüpfen, was
schon mit Spannung erwartet wird.
Gegenüber der Ausstellung ist der Eingang zum Restaurant. Jens Depta, gebürtiger
Görlitzer aus Ostritz, hat es vom Tierpark gepachtet. Es erinnert mit seiner Einrichtung
an die Epoche des Jugendstils. Die großen Korb-Stühle mit weicher Sitzfläche, die
Holzstühle und Holztische schaffen gemütliches Ambiente in den Gasträumen. Und auf der
hölzernen Theke steht - wie passend - eine Schale "Storck-Riesen" zum
Zugreifen.
Auch die Gaststuben sind geprägt vom großen Stelzvogel mit dem weiß-schwarzen
Gefieder, der allein im germanischen Sprachraum über 100 Bezeichnungen kennt. Mit
Mittagstisch und Abendessen will Jens Depta künftig nicht nur die Tierpark-Besucher auf
den Storch bringen.
Von vielen Einrichtungen und Behörden unterstützt, schlägt der Naturschutz-Tierpark
am Montag ein weiteres Kapitel seit seiner Gründung im Jahr 1957 auf. Reichlich zwei
Jahre hat der Umbau der Villa gedauert. "Die Höhe der Gesamtkosten lässt sich im
Moment noch nicht sagen, weil die vielen Einzelbeträge erst zu einem Ganzen
zusammengefügt werden müssen", erklärt Axel Gebauer. "Ohne das Engagement
unserer Mitarbeiter, Förderer und Freunde wären wir noch lange nicht so weit", sagt
er zufrieden und hat schon Pläne für die oberen Etagen der Villa.
Pfingstmontag wird gefeiert, wozu der Freundeskreis des Tierparks eine große Tombola
mit 2.500 Losen und guten Gewinnchancen organisiert hat. "Damit feiern wir unser
10jähriges Bestehen", freut sich Steffen Wehler vom Freundeskreis.
Na, da brat' mir einer 'nen Storch"
Tierpark-Fakten
| Ursprung Der Görlitzer Tierpark geht auf einen Beschluss des Rates der Stadt aus dem Jahr 1957 zurück. 1958 wurde der Bärenzwinger als erster Baustein des Tierparks fertig. Anfang der 90er Jahre entschied sich die neue Tierparkleitung zur Umwandlung in einen Naturschutz-Tierpark. |
| Grösse Auf einer Fläche von 5,1 Hektar präsentiert der Görlitzer Tierpark etwa 400 Tiere in 100 Arten. Damit gehört der Naturschutz-Tierpark Görlitz zu den kleinsten in ganz Deutschland. | |
| Besucher In jedem Jahr zählt der Tierpark etwa 100.000 Besucher. In der Frühzeit seines Bestehens wurden sogar mehr als 250.000 Gäste pro Jahr gezählt, Schulklassen inklusive. |
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Sächsische Zeitung vom 17. Mai 2002

"Zum gebratenen Storch" heißt die neue Gaststätte, die am Pfingstmontag im Görlitzer Tierpark öffnet. Der provokante Titel soll nicht etwa auf die Speisekarte hindeuten, sondern ist eine Anspielung auf das bekannte Sprichwort "Da brat' mir einer 'nen Storch", versichert Tierparkdirektor Axel Gebauer. Der Adebar ist seit 1985 das Wappentier des Görlitzer Zoos. Auf dem Dach einer benachbarten Villa, in der die Gäste künftig speisen können, hat sich ein Wildstorchenpaar niedergelassen. Es ist gerade mit dem Ausbrüten von fünf Eiern beschäftigt. Ab Montag ist auch die Dauerausstellung "Klapperstorch mein Guter" gleich neben dem neuen Lokal zu sehen (Foto). Sie wurde aus einer umfangreihen Sammlung gestaltet, die der Tierpark vor drei Jahren von einem Wiesbadener bekam. Innerhalb von 23 Jahren hatte dieser mehr als 2.200 Exoponate zusammengetragen.
Foto: SZ/Thomas Fiedler
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Sächsische Zeitung vom 7. Mai 2002
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Katrin Matthieu ist auf den Storch gekommen. Die Görlitzer Tierparkpädagogin steht inmitten einer Storchensammlung von rund 2.200 Exponaten, die ab dem 20. Mai in einer einzigartigen kulturhistorischen Ausstellung zu sehen sein werden. "Klapperstorch mein Guter", so der Titel, beleuchtete Meister Adebar als Kinderbringer, Frühlingsbote, Glücksbringer und Sympathieträger. Die Exponate, dazu noch 7.500 Dias und 54 Aktenordner mit Literatur, trug Manfred Hardel aus Wiesbaden zusammen. Der Tierpark erwarb diese riesige Sammlung und zeigt sie ab Pfingsten in der Storchenvilla. Da öffnet gleichzeitig auch das Restaurant "Zum gebratenen Storch". Aber keine Angst, Storch steht nicht auf der Speisekarte. |
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 2. Mai 2002 und Einladung zum Pressefrühstück am 16. Mai 2002 um 10:00 Uhr anläßlich der Eröffnung der kulturhistorischen Ausstellung
Das Ammenmärchen vom Klapperstorch kennt jedes Kind. Kulturhistorisch gesehen ist der Weißstorch aber viel mehr als ein Kinderbringer: In Fabeln, Sagen und Märchen gilt er als weiser Vogel, in Geschichten und Bauernregeln als Frühlingsbote und Glücksbringer, in der Alltagskultur und in der Werbung schließlich als Sympathieträger.
Wie aber kam der Mensch auf den Storch? Diese Frage wird nun europaweit erstmals in einer Dauerausstellung beantwortet. Basis dafür ist eine der größten Sammlungen zu diesem Thema. Über 2.200 Exponate, 7.500 Dias und 54 Aktenordner hat Manfred Hardel aus Wiesbaden zusammengetragen und dem Naturschutz-Tierpark Görlitz zur Verfügung gestellt. Daraus entstand in unserer Storchenvilla die Präsentation "Klapperstorch mein Guter".
Einen Teil der Sammlung wird man auch im Restaurant "Zum gebratenen Storch" sehen können. Der provokante Name der neuen Tierparkgaststätte ist selbstverständlich nicht wörtlich zu nehmen, sondern eine Anspielung auf das Sprichwort "Da brat´mir einer ´nen Storch".
Während des Pressefrühstücks dürfen die Medienvertreter nicht nur "Storchenseeche" trinken, sondern auch erste Blicke in die Speisekarte, vor allem aber in die bis dahin fertiggestellte Ausstellung werfen. Wir würden uns freuen, Sie in der Storchenvilla begrüßen zu dürfen.
Als Anlage fügen wir einige Detailinformationen bei, damit Sie sich ggf. schon in die Storchenmaterie einarbeiten können. Fragen dazu können Frau Katrin Matthieu und Dr. Axel Gebauer beantworten. Sollten Sie Interesse an Bildmaterial haben, dann wenden Sie sich bitte an Frau Annett Buchholz.
Bitte geben Sie uns kurz Bescheid (siehe Absenderangaben unten), mit wieviel Personen Sie an unserem Pressefrühstück teilnehmen werden.
Naturschutz-Tierpark Görlitz e. V.
Zittauer Straße 43, 02826 Görlitz
Tel. 0 35 81 · 40 74 00 oder 40 66 16
Fax 0 35 81 · 40 74 01
eMail: naturschutz-tierpark-goerlitz@t-online.de
http://www.tierpark-goerlitz.de und
www.storchcam.de (neu seit April 2002 Live-Kamera von unserem Wildstorchpaar auf
der Storchenvilla und Informationen zu den Störchen der Welt)
Klapperstorch mein Guter
Wie kam der Mensch auf den Storch?
Um den Storch ranken sich seit vielen Jahrhunderten Märchen und Fabeln, er ist
überall in Europa bekannt und beliebt. Dies zeigt nicht nur das Verlagszeichen des
berühmten Kupferstechers Matthäus Merian oder das Mädchen aus dem Elsaß, das einen
Storch umarmt, sondern auch der Storchenreiter aus dem Erzgebirge. Wie kam nun aber der
Storch zum Menschen und wie der Mensch zum Storch? Schauen Sie sich diese Ausstellung an!
Vielleicht kommen Sie dann auch auf den Storch.
Der Bauer und der Storch
Wie kam der Storch zum Mensch?
Die Urahnen unseres Storches lebten in Afrika. In Europa bevorzugte der Weißstorch
zunächst die nahrungsreichen Flußauen, Flußmündungen und andere offene Feuchtgebiete.
Große geschlossene Waldungen mied er damals wie heute. Erst zwischen 1000 und 1350 n.Chr.
entstand mit den Rodungen und der Anlage von Äckern und Wiesen in Mitteleuropa
großflächig Offenland. Zu dieser Zeit ist der Storch auch dort in größerer Zahl
eingewandert und mit dem Menschen in Kontakt gekommen. Zunächst haben die Störche in den
verbliebenen siedlungsnahen Bäumen, aber auch in Felsen genistet, wie sie das heute noch
teilweise in Südeuropa und Nordafrika tun. In den Ortschaften nutzten sie zunächst die
für den Nestbau gut geeigneten Dächer aus Stroh und Schilf, später auch Türme oder
Hartdächer. Die Häuser wurden einfach als "Kunstfelsen" betrachtet. Er blieb
bei den Menschen, weil er gute Nahrungs- und Nistbedingungen vorfand und kaum verfolgt
wurde. Erst im 20. Jh. mußte er viele Teile Europas wieder verlassen, weil sich diese
Bedingungen durch die intensive Landwirtschaft verschlechterten. Zum Glück gibt es in
Südwesteuropa seit einigen Jahren wieder eine Zunahme der Storchpopulation, die
allerdings mit der Nutzung von Mülldeponien als Nahrungsraum und der Ausweitung der
Bewässerung bzw. der Einbürgerung eines südamerikanischen Süßwasserkrebses
zusammenhängt. Das ist ein Zeichen für die große Anpassungsfähigkeit des
Weißstorches, aber ein Armutszeichen für die Menschen, sind sie doch nicht in der Lage,
ihrem Lieblingsvogel überall natürliche Lebensräume zu sichern. Die braucht er aber zum
Überleben, damit er nicht nur zum Menschen kam, sondern weiterhin bei ihm bleiben kann!
Gott gab ihm weiße, der Teufel schwarze Federn
Aberglaube und historische Beziehung zwischen Mensch und Storch
Schon bei den Griechen hatte der Storch hohes Ansehen: Das Gesetz
"Pelargonia" (nach Pelargos, dem Storch) verpflichtete alle Bürger, wie die
Störche für die Eltern im Alter zu sorgen. Lange galt der Storch auch als Wächter der
ehelichen Treue man glaubte, daß bei Verfehlungen "die Störckin" in
Storchengerichten "grewlich gestrafft" wurde. In Luzern hat man den Storch 1606
unter strengen Schutz gestellt, "...damit man von Gewürm und Unzyffer besser Frist
habe."
Aber ach einer galizischen Sage gab der Teufel dem Storch die schwarzen Federn... Deshalb wurde er auch nicht überall und jederzeit geehrt. Bei den Griechen war der "Türkenvogel" verhaßt, weil er aus dem Lande des Erzfeindes kam. Römische Gourmets liessen sich zur Zeit des Augustus Jungstorchbraten schmecken. In der Mark Brandenburg stand der Storch bis in das 18. Jh. auf dem Speisezettel. Zahlreiche Medikamente wurden im Mittelalter (meist aus lebenden) Störchen hergestellt. Noch 1823 enthielt die Königlich Sächsische Apothekertaxe Storchenschmalz als Heilmittel.
Da brat´mir einer einen Storch!
Sprichwörter und Bauernregeln
Der Aberglaube, daß der Storch ein verwandelter Mensch sei, brachte ihm schon im
Mittelalter den besten Schutz. Mancherorts wurde der Abschuß eines Storches mit dem Tode
bestraft. Schon deshalb war er auch als Speise verpönt. Darauf läßt sich das Sprichwort
in der Überschrift zurückführen. Es bedeutet: Das hält man nicht für möglich! Wer
wagt es schon, sich bei der genannten Strafe einen Storch zu braten. Außerdem ist sein
Fleisch zähe, so daß es schon Gessner (1557) "zur speyss nit lobt".
Nicht nur in der Bibel, auch in zahlreichen Bauernregeln erscheint der Storch als pünktlicher Frühlingskünder: "... und der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit." (Jer. 8,7)." "Sieht ein Mädchen den ersten Storch nach der Ankunft fliegend, kommt es noch im gleichen Jahr auf den Brautwagen." Daneben gilt der Storch als Glücksbringer "Das Haus, auf dem sein Horst steht, ist vor Feuersbrunst und Blitzschlag geschützt." und sein Aussehen der Wettervorhersage "Wenn die Störche weiß zurückkommen, steht ein trockenes Jahr bevor. Sind sie schmutzig, wird es viel Regen geben."
Sperrt die Ohren auf, ich will euch erzählen ...
Märchen und Sagen vom Storch
... wie der Storch auf die Welt kam. Der Sage nach sammelte Gott alle Reptilien und
übergab den Sack einem Menschen mit dem Auftrag, diesen, ohne hineinzuschauen, ins Meer
zu werfen. Als er aber den Sack aus Neugier öffnete, krochen alle Tiere heraus, und seine
Bemühungen, sie zu fangen, waren ohne Erfolg. Da sprach Gott: "Du hast meinen Befehl
nicht befolgt, nun sollst du in alle Ewigkeit Frösche, Schlangen, Würmer usw.
fangen." Gleich verwandelte sich der Mensch in einen Storch, und deshalb ist es eine
große Sünde, einen Storch zu töten. So erklärten sich die Menschen, wie der Storch
überhaupt auf die Welt kam und warum er ausgerechnet Frösche frißt.
Aus dieser Sage entstand später in Bulgarien das Volksmärchen "Siljan, der Storch". In diesem verwandeln sich Inselbewohner in Störche, weil ein Fluch auf ihnen lastet, der besagt, sie würden auf der Insel niemals mehr Kinder bekommen. Deshalb fliegen sie als Störche über das Meer, verbringen den Sommer in Bulgarien und ziehen dort ihre Kinder als Störche groß. Im Herbst fliegen sie auf Ihre Insel zurück und leben dort wieder als Menschen. Mit dieser märchenhaften Geschichte erklärten sich die Menschen das Geheimnis des Vogelzuges.
Auch Wilhelm Hauff läßt Menschen durch das Zauberwort "Mutabor" und ein Zauberpulver in dem wohl bekanntesten Storchenmärchen "Kalif Storch" in Störche verwandeln, damit sie die Tiere verstehen können.
Die mittelalterlichen Märchen sind voller Störche aber als Kinderbringer fungieren sie erst in den Kunstmärchen des 19. Jahrhunderts. Die Märchensammlung der Gebrüder Grimm enthält das Märchen "Die beiden Wanderer", in dem der Storch einem Menschen hilft. Der König verlangte von ihm, der Königstochter binnen neun Tagen ein Kind zu bringen. Unmöglich ohne Storch! So stand der "Storch da wie ein Weltweiser" und sagte: "Ich will dir aus der Not helfen. Schon lange bringe ich die Wickelkinder in die Stadt, da kann ich auch einmal einen kleinen Prinzen aus dem Brunnen holen."
Klapperstorch und Adebar
Der Storch und seine Namen
Der Name Storch ist bereits seit 1250 verbreitet. Sein Ursprung liegt im althochdeutschen storah
("steife" Beine). Die Vielzahl weiterer Namen zeugt von der Beliebtheit des
Weißstorches. Allein im germanischen Sprachgebiet gibt es über 100 Bezeichnungen. Adebar
(Sumpfgänger), Stelz- und Rotbein, Lang- und Rotschnabel zählen zu den Bekanntesten. Der
deutsche Name Klapperstorch, das mesopotamische Laqalaqa, das römische Crotalistra und
das lateinische Ciconia beziehen sich auf die typische Lautgebung des Storches. Im Alten
Testament ist er der gute und fromme Vogel Chassidah.
Storchenzier und Storchschnabelzange
Der Storch in Kunst und Alltagskultur
Der Storch muß oft als Vorbild für Kitsch und Souvenirs herhalten. Darin äußert
sich aber keine Mißachtung, sondern vielmehr eine liebevolle Zuwendung. Gleiches gilt
für die vielen Gegenstände der Alltagskultur, vom Löffel über Teller und Bierkrug bis
hin zu Socken oder Gardinen. Werkzeuge (Storchschnabelzange), Spielzeuglokomotiven
(Storchenbein) oder Flugzeuge (Fieseler Storch) sind nach ihm benannt oder besitzen gar
seine Gestalt, wie die Hebammenschere in beeindruckender Weise zeigt.
Klappern gehört zum Handwerk
Der Storch in der Werbung
Der Storch ist ein idealer Sympatie- und damit Werbeträger. Er besitzt Eleganz in
Form und Farbe, er hat ein gutes Image als Glücks- und Kinderbringer und er gilt als
Symbol für eine intakte Natur. Dies alles findet man in den Werbeslogans oder Signets von
Firmen, Institutionen und Organisationen wieder. Man wirbt mit dem Storch u.a. für
Kindernahrung, Spielzeug, Anti-Baby-Pillen, Kondome, Limonade, Bier, Wein, Süßwaren,
Waschmittel und Werkzeuge, für Fluglinien, Restaurants, Apotheken und Drogerien, für
Orte oder ganze Regionen und schließlich für den Naturschutz.
Bring mir einen Bruder
Der Storch als Kinderbringer
Der Storch kommt im Frühling zu uns. Das ist die Zeit, in der viele Tiere Junge
bekommen. In prähistorischer Zeit war das auch beim Menschen so. Mit dem Storch kamen die
Kinder. Aber erst im 18. und 19. Jahrhundert hat man ihn zum echten Kinderbringer gemacht,
denn Aufklärung war damals nicht erwünscht:"Ein Storchenbiß in´s Bein einer Frau
zeugt den Nachwuchs. Die bösen Kinder bringt der Storch im Schnabel, die guten auf dem
Rücken." Mit weniger Ernst wird noch heute daran geglaubt und das Symbol in der
Poesie, auf Glückwunschkarten, in Signets und anderswo verwendet.
Sei des Glückes Sonnenschein
Der Storch als Glücksbringer
"Ein Storchennest auf dem Dach bringt Glück und Segen, ja es schützt gar vor
Blitz und Feuer. Wer Adebar im Frühling zuerst sieht, hat das ganze Jahr Glück."
Dieser Glaube ist in zahllosen Sprichwörtern, Bauernregeln, Fabeln, Märchen, Liedern,
Gedichten und Geschichten überliefert. Er lebt zum Glück noch heute fort, so daß es uns
um die Zukunft des Klapperstorches nicht bange sein sollte: Einem Tier, das man liebt und
achtet, gräbt man doch eigentlich nicht das Wasser ab.
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 15. März 2002
9. Frühlingsfest im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Ostermontag, den 1.4.2002
Im Mittelalter wurden Verbrecher auf einer Kuhhaut zur Richtstätte geschleift, Ehebrecherinnen in eine Kuhhaut genäht und ertränkt. Was auf keine Kuhhaut geht, erschien schlimmer als der übelste Rechtsbruch.
Wie das Thema verrät, dreht es sich bei dem diesjährigen Frühlingsfest um die Kuh. Was es im Naturschutz-Tierpark Görlitz am Ostermontag zu erleben gibt, paßt auf die Kuhhaut und hat nun schon einen neunjährige Tradition.
Offizielle Einlaßzeit am Ostermontag ist um 9:30 Uhr!
10:00 Uhr gehts dann richtig los, wie immer mit dem Ostereier suchen. Die größeren Kinder suchen auf der Festwiese, für die kleineren hat der Osterhase seine bunten Eier auf dem Spielplatz versteckt.
Danach sollten die Besucher auf dem Bauernhof die Kuh nicht beim Schwanz fassen, sondern das Melken tatsächlich einmal probieren, sich über verschiedene Rinderrassen informieren und sich im NaTIERkundehaus beim Buttern mit verschiedenen Milchprodukten beschäftigen.
Um 11:30 Uhr treten dann Görlitzer Professoren an, um zum
| 9. Görlitzer Mistkarrenrennen |
die Karre mit Kuhmist zu beladen und aus dem Dreck zu schieben .
Die Oberlausitzer Blasmusikanten begleiten den Vormittag musikalisch.
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Sächsische Zeitung vom 25. Januar 2002

DieserJungschwan war so geschwächt, dass ihn Manuela Kleemann im Görlitzer Tierpark wieder aufpäppeln musste. Heute bekommt er einen Ring und kann dann zu seinen Gefährten auf der Neiße. Glück hatte auch ein
Schwan aus Neschwitz, der mit einem offenen Bruch in den Tierpark kam. Tierarzt Hubertus Thomas musste ihm die Schwimmhaut einkürzen und ein Stück Zeh amputieren. Auch er wird nach der Genesung wieder entlassen.
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Sächsische Zeitung vom 10. Januar 2002

Wer sagt denn, alle unsere zwei-, vier- und noch mehrbeinigen tierischen Freunde aus dem Görlitzer Tierpark hielten jetzt seelenruhig ihren Winterschlaf. Weit gefehlt, denn putzmunter wie immer begrüßt die Kamel-Familie mit ihrem Sprössling "Hans-Jürgen" die Besucher, genauso wie die (über)lebensfrohe schnatternde Familie Gans. Die Luchse schauen derweil alles andere als müde aus ihrem Käfig, und das Damwild macht sich in der noch verschneiten Landschaft an den ausgedienten Weihnachtsbäumen zu schaffen. Die Schneeeule zeigt sich nicht nur wegen ihrem zur aktuellen Witterung passenden Namen in absoluter Hochform. Lediglich die uraltbekannte Bärenskulptur am Eingang hat die weiße Pracht zurzeit (noch) bis zum Bauchnabel kalt gestellt. Also: Ein Besuch im Tierpark lohnt sich allemal auch jetzt ... (us)
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 14. Januar 2002
Jahresausblick 2002
Das Jahr 2002 soll ganz im Zeichen des Görlitzer Tierpark-Wappenvogels stehen. Wenn die Finanzen und der Baufortschritt den Plänen entsprechend fließen, dann wird nämlich zu Pfingsten dem Weißstorch eine ganz spezielle Ausstellung gewidmet, die in Verbindung mit einem Storchenrestaurant möglichst viele Besucher begeistern soll. Zu den speziellen Inhalten und Formen des Ganzen wird Mitte Februar eine gesonderte Presseinformation erfolgen. Nur soviel vorab: Bei der Ausstellung "Klapperstorch mein Guter" handelt es sich um eine einmalige Präsentation tausender kulturhistorischer Zeugnisse der Mensch-Storch-Beziehung.
"Tausenderlei" andere Neuigkeiten wird es selbstverständlich auch wieder geben. Das bringen allein die vielen Unwägbarkeiten mit sich, die man mit Tieren tagtäglich erlebt. Natürlich hoffen die Tierparkmitarbeiter in erster Linie auf positive Überraschungen wie die Geburt von Roten Pandas. Der Pandamann "Ma Rek" ist trotz des hohen Schnees zur Zeit sehr aktiv um seine Partnerin bemüht! Überall im Gehege setzt er Markierungen und rennt sprichwörtlich wie die Katze um den heißen Brei (siehe beigefügtes Foto!).
Nicht ganz dem Zufall oder der Liebe allein überläßt man andere Dinge wie den Bau neuer Tiergehege oder die Organisation von Veranstaltungen. In diesem Bereich beginnen 2002 die Planungen, ggf. auch die ersten Arbeiten für ein völlig neuartiges Projekt, nämlich die Gestaltung eines tibetischen Dorfes, in dem der Besucher nicht nur asiatische Haustiere wie Yaks oder Trampeltiere, sondern auch den Lebensstil der Leute hautnah erleben kann. Ebenfalls in der Planungsphase befindet sich die Umgestaltung des Kinderspielplatzes. Jetzt liegt es wie bei dem vorgenannten Projekt "nur" noch am nötigen Geld, das beschafft werden muß.
Und last but not least wird der Tierpark im laufenden Jahr mit interessanten und amüsanten Veranstaltungen aufwarten, begonnen bei dem österlichen Professoren-Mistkarrenrennen unter dem Motto "Das geht auf keine Kuhhaut" über den herbstlich-tierischen Schönheitswettbewerb "Miss Gans 2002" bis hin zum weihnachtlichen Krippenspiel.
Dr. Axel Gebauer, Direktor
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Pressemitteilung an diverse Medien vom 10. Januar 2002
Jahresrückblick 2001
... Kindesraub bei den Rhesusaffen, Tod von neun Störchen durch Marder und Unfälle, Zwergesel nicht lebensfähig geboren, Fischotternachwuchs blieb aus, Stoffwechselstörung und Hufprobleme bei Kuh "Sabine", Fuchs und Habicht holen Enten vom Teich, Gänsegeier "Agathe" erblindet, Elchkuh erwachte nicht aus Narkose, Maul und Klauenseuche, mieses Tierparkwetter, Besucherschwund von 25%, Mindereinnahmen von 24.000,00 DM ...
Zwar konnten zum Ende des Jahres 2001 durch sparsames Wirtschaften diese Einbußen ausgeglichen werden, aber der Schock über den (übrigens auch in vielen anderen Zoos und Freizeiteinrichtungen aufgetretenen) Besucherrückgang saß tief. Ursache dafür waren nicht allein das schlechte Wetter, sondern auch die Unsicherheiten der Besucher wegen der Tierseuchen und im Falle des Görlitzer Tierparks der Umbau des Eingangsbereiches (Neueröffnung zu Pfingsten) sowie 6-monatige Bauarbeiten auf dem Fußweg direkt vor dem Eingang zum Tierpark.
Es bedarf schon einiger Kraft, um die genannten Rückschläge zu überwinden. Diese Kraft schöpften die Tierparkmitarbeiter aus dem Wohlwollen des Kulturraumes, der Görlitzer Stadtväter und Bürger, des Arbeitsamtes, des Freundeskreises sowie der Tierparkgäste, die dem Verein mit Fördermitteln, dem Einzahlen von Spenden, der Übernahme von Tierpatenschaften oder praktischer und ideeler Hilfe zur Seite standen. Nur so konnten die geplanten Neuerungen wie das Damhirsch-, Wasserschildkröten- und Streichelgehege, das Unkenterrarium, die Besucherkasse und die Storchenvilla fertiggestellt bzw. begonnen werden.
Außerdem waren natürlich die Tiere selbst Kraftquell für das kleine Tierparkteam, denn allein die Zuneigung der Zöglinge zu den Pflegern oder die Jungtiere, die wohlbehütet in den Gehegen aufwuchsen, boten Balsam für die Seele. So entwickelten sich die beiden erstmals in Görlitz geborenen Katzenbären ganz prima. Der Sohn ist inzwischen fast so zutraulich wie sein Vater, den die Tierpfleger mitunter sogar berühren dürfen. Das ist bei den an sich sehr kratzbürstigen Roten Pandas schon etwas Besonderes.
Eine besondere Reise unternahmen hingegen Tierpfleger Jörg Späthe und zwei junge Görlitzer Steinböcke. Letztere tummeln sich inzwischen im Rahmen eines Auswilderungsprojektes in den österreichischen Alpen, erstgenannter betreute für sechs Monate im fernen Vietnam vom Aussterben bedrohte Affenarten. Das ist ebenso Teil der Naturschutzarbeit des Tierparkes wie die Teilnahme am sogenannten Offenlandprojekt, bei dem die für eine Biotoppflege eingesetzten Elche vom Tierpark betreut werden. Eine ganz andere, aber ebenso engagierte Betreuung erhielten die verletzt eingelieferten Wildtiere. Viele von ihnen wurden nach der Heilung wieder ausgewildert, andere, wie zwei nicht mehr flugfähige Seeadler zu Zuchtzwecken an Institute bzw. Tiergärten abgegeben. Nicht unerwähnt bleiben darf die engagierte Arbeit der Jugendlichen des Mitwelt-Hilfeteams, die zum Beispiel im Fledermausschutz aktiv waren
Schließlich sorgten solche publikumswirksamen Veranstaltungen wie das österliche Mistkarrenrennen der Görlitzer Journalisten oder die Wahl des schönsten sächsischen Ziegenbockes im Oktober für das nötige "Salz in der Tierpark-Suppe".
Alles in allem also doch nicht nur "bad zoo news" im zurückliegenden Jahr, sondern eine ganze Reihe "good news", die übrigens in bewährt aktueller und ansprechender Form von Presse, Funk und Fernsehen in die Öffentlichkeit gebracht wurden.
(An dieser Stelle Dank allen Medienpartner!!!)
Dr. Axel Gebauer, Direktor
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