So eine lange Allee...was siehst du an ihrem Ende? Aber Halt, bevor du losstürmst - in der Allee gibt es noch viel zu entdecken! Schau dir mal die großen Bäume ganz genau an! Sehen sie alle gleich aus? Erkennst du sie?
In der Buchenallee wachsen fast ausschließlich Rotbuchen. Sie sind die häufigsten Laubbäume in Deutschland und Rotbuchen-Laubmischwälder haben vor Zeiten von Anbau von Kiefern-Monokulturen und ihrer Rodung zugunsten der Landwirtschaft das Landschaftsbild stark bestimmt. Der Namensteil „Rot“ stammt von der leicht rötlichen Färbung des Holzes.
Rotbuchen können 30-45m hoch werden (zum Vergleich: der Wasserturm in Görlitz gegenüber dem Neißebad misst 30m Höhe), einen Stammdurchmesser von bis zu 2m bekommen und bis zu 300 Jahre alt werden. Man erkennt sie an der  relativ glatten, hellgrauen Rinde, den eiförmig zugespitzten Blättern und den Bucheckern.

Du hast bestimmt schon die vielen Spiele in der Buchenallee gefunden. In Richtung Zaun gibt es drei Spiele, bei denen du Bäume erraten kannst! Wie gut kennst du schon die verschieden aussehenden Blattformen, Früchte oder Rinden der Bäume?
Zu jedem Baumbestandteil befindet sich die Lösung unter einer Klappe. Um den Kindern ein tolles Erfolgserlebnis zu bieten, konzentriert man sich am besten auf einige leicht zu erkennende Merkmale, wie z.B. die Rinde von Birke und Kiefer, Früchte von Buche und Eichel oder Blätter von Kastanie und Ahorn.

Fass ruhig einmal die verschiedenen Rinden an - manche sind ganz glatt und weich wie bei der Buche, andere haben viele Risse und Kanten.
Die Rinde ist für den Baum so etwas wie eine Haut. Sie schützt das Innere vor Insekten, Krankheit, Frost oder zu viel Sonne. Eichen z.B. stehen häufig allein auf weiter Flur und sind starken Witterungsbedingungen wie Sonneneinstrahlung oder Hagel ausgesetzt. Deshalb haben sie eine besonders dicke, schuppige Rinde. Buchen dagegen stehen oft von anderen Bäumen umgeben im Wald. Daher reicht ihnen ihre dünne, glatte Rinde aus.

Haben eigentlich alle Bäume Blätter? Und was passiert mit den Blättern im Lauf des Jahres?
Auf den Tontafeln sind nur die Blätter von Laubbäumen abgebildet. Nadelbäume haben Nadeln, die korrekterweise auch zu den Blättern zählen, aber eben eine ganz eigene Form aufweisen.
Über die große Fläche von Laubblättern geben Pflanzen viel Wasser an die Umgebung ab. Um sich im Winter vor Wasserverlust zu schützen, werden die Blätter im Herbst abgeworfen. Jedes Frühjahr werden sie wieder neu ausgebildet, dienen über den Sommer der Energiegewinnung aus Sonnenlicht durch Photosynthese und färben sich im Herbst braun. Das liegt daran, dass der grüne Photosynthese-Farbstoff Chlorophyll bis zum Frühjahr aus den Blättern in Äste, Stamm und Wurzeln verlagert wird und nur noch orangefarbene Blattfarbstoffe wie Carotinoide übrig bleiben.

Viele Bäume haben ganz eigene Merkmale, an denen du sie erkennen kannst. Weißt du schon, welche Blattformen
zu welchen Bäumen gehören? Schau genau hin und verbinde sie mit den richtigen Arten!