Nistplätze sind für Wildbienen schwierig zu finden, denn leider sind in unserer modernen Welt viele dieser Möglichkeiten verloren gegangen. Da Wildbienen nur 50–300 m von ihrem Nest wegfliegen, brauchen sie auch noch unbedingt Blumen als Nahrung und Wasser in der Umgebung. 

Dabei können wir helfen!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die fleißigen Bienen zu unterstützen:

Blumen pflanzen

Doch nicht alle Blumen sind geeignet. Nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten helfen Bienen. Gefüllte Blumensorten, wie z.B. Geranien, gezüchtete Dahlien oder Garten-Chrysanthemen, sind zwar dekorativ bieten aber keine oder nur wenig Nahrung für die Bienen. Besser geeignet sind zum Beispiel Lavendel, Thymian, diverse Obstbäume oder Steinklee.

Bienentränke

Besonders an heißen Tagen haben es Wildbienen schwer geeignete Wasserstellen zu finden. Mit einem flachen Gefäß wie einer Tonschale, lässt sich ganz einfach eine Tränke für Bienen bauen. Schale mit Wasser füllen und darin Steine und etwas Moos als Landeplätze für die Bienen platzieren.

Sandinseln

Zwei Drittel aller Wildbienen nisten unterirdisch. Diese Wildbienen brauchen sonnige, vorzugsweise leicht sandige Stellen mit schütterem Bewuchs, die den Tieren das Graben einfach machen. Dort bauen sie Brutröhren und legen ihre Eier einzeln in Brutzellen ab. Solche „Sandinseln“ kann man gut in wenig genutzten Gartenbereichen anlegen.

Lass uns ein Wildbienenhotel bauen!

Mit so genannten „Bienenhotels“ geben wir den Bienen in unserer modernen Welt ein Zuhause.
Ein Bienenhotel kannst du ganz leicht selbst bauen:

Hohle Pflanzenstängel...

(Bambus, Schilf, Ampfer, Bärenklau, Engelwurz, Knöterich...) mit einem Durchmesser von 2-10 mm und einer Länge von 8-20 cm bündeln. Wichtig: das Ende der Stängel sollte verschlossen sein - die Stängel also möglichst hinter dem Knoten (Verdickung) abschneiden, damit das Ende einen natürlichen Abschluss hat.

...und Hartholzblöcke...

In ein trockenes Stück Hartholz (z.B. Eiche, Esche oder Buche - kein Nadelholz!) unterschiedlich breite Löcher mit 3-10 mm Durchmesser bohren. Am besten immer quer zu den Jahresringen bohren. Die Gänge sollten 5-12 cm tief in das Holz reichen und hinten abgeschlossen sein. Bohrungen außen glätten, damit keine Splitter den Eingang behindern.

...ergeben ein Hotel!

Die einzelnen Teile können nun in einem Holzkasten kombiniert werden. Dieser muss durch ein Dach vor Regen geschützt und an einem vor allem morgens sonnigen Platz aufgestellt werden. Verwendet keine Tannenzapfen oder Stroh - dort ziehen Feinde der Wildbienen ein. Zum Beispiel Ohrenkneifer, die den Bienen die gesammelten Pollen stehlen.