Von Antennenwels bis Zebramanguste

Tiere 20. Januar 2026
1,2, viele…- Zebramangusten im Görlitzer Tierpark (www.zoo-goerlitz.de)

Von Antennenwels bis Zebramanguste

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec zieht Bilanz zur jährlichen Inventur

Mit dem Jahreswechsel hat im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec wieder die alljährliche Inventur begonnen. Bei der detaillierten Bestandserhebung wird exakt erfasst, wie viele Tiere welcher Arten und Rassen aktuell im Tierpark leben.

Eine besondere Herausforderung stellt die Zählung größerer Tiergruppen wie Sittiche, Aquarienbewohner und Kleinnager dar. Dank langjähriger Erfahrung und bewährter Methoden gelingt es den Tierpflegerinnen und Tierpflegern jedoch, auch hier nahezu jedes Individuum zu erfassen. Wirbellose Tiere sowie der Großteil der Aquarienfische werden als nicht einzeln zählbare Gruppen in der Inventurliste geführt.

Der aktuelle Tierbestand umfasst 707 Tiere aus 83 Arten. Damit leben derzeit rund 32 Einzeltiere weniger im Görlitzer Tierpark als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem auf natürliche Bestandschwankungen bei Kleinnagern und Hausgeflügel zurückzuführen.

Im Zuge der Vorbereitung auf anstehende Neubauarbeiten an der Nordseite des Tierparks kam es 2025 zudem zu mehreren strukturellen Veränderungen im Tierbestand. So trennte sich der Tierpark von seiner Gruppe Zwergseidenaffen. Die Gelbrustara-Dame Frida wechselte in den Tierpark Zittau, sodass diese Art aktuell nicht mehr zum Görlitzer Bestand zählt. Die Rasse Deutsches Sattelschwein wurde durch das Husumer Protestschwein ersetzt, während die Bronzepute neu in den Bestand aufgenommen wurde. Die Katta-Junggesellengruppe wuchs durch den Zugang von drei weiteren Tieren auf insgesamt acht Individuen an. Ebenfalls zum Bestand zählen bereits die beiden Tibetbären Franz und Mischa, die derzeit noch im Zoo Augsburg leben.
Freud und Leid lagen im vergangenen Jahr auch im Tierpark Görlitz oftmals nah beieinander. Besonders deutlich wurde dies bei den Roten Pandas. „Während wir uns im Sommer über die sehr gute Entwicklung der Anfang Juni geborenen Pandazwillinge gefreut haben, mussten wir nur fünf Monate später genau um diese beiden Tiere trauern“, berichtet Tierparkkuratorin Catrin Hammer. Die Tierkörper wurden zur Untersuchung an die Landesuntersuchungsanstalt Dresden übergeben; die vorläufigen Ergebnisse deuten bei mindestens einem Jungtier auf eine Viruserkrankung hin.

Erfreuliche Nachrichten gab es hingegen beim Nachwuchs zahlreicher anderer Tierarten. So verzeichnete der Tierpark 2025 erstmals Nachwuchs bei den Steppenfüchsen. Die drei Jungtiere haben inzwischen neue Zuhause gefunden. Bei den Graubrustsittichen wurden insgesamt 18 Jungvögel großgezogen – ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten südamerikanischen Art. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten im Herbst die Husumer Protestschweine: Die beiden Sauen Alwa und Hedda brachten gemeinsam 21 Ferkel zur Welt.
Erwähnenswerten Nachwuchs gab es darüber hinaus bei Riesenkängurus, Kropfgazellen, Buschschliefern, Krokodilschwanzechsen und den Trampeltieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Jungtieren wird Trampeltierfohlen Makalu dauerhaft im Tierpark bleiben.

Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec blickt damit auf ein ereignisreiches Jahr zurück und sieht den kommenden Aufgaben und Chancen im Jahr 2026 mit Zuversicht entgegen.

Foto:1,2, viele…- Zebramangusten im Görlitzer Tierpark (www.zoo-goerlitz.de)

 

Ansprechpartnerin:
Catrin Hammer
Kuratorin
0172 2377706
c.hammer@tierpark-goerlitz.de