Streifengans

Vögel

Streifengans (Anser indicus)

Hochflugweltmeister

Beim Zug zwischen Winter- und Brutgebiet müssen viele Streifengänse das Himalaja-Gebirge überqueren. Dabei werden teilweise Flughöhen von über 9000 Metern erreicht: Streifgänse wurden schon beim Flug über den Mount Everest beobachtet. Den Sauerstoffmangel in diesen Höhen überstehen sie durch eine spezielle Anpassung: Der rote Blutfarbstoff, das Hämoglobin, ist bei ihnen anders als bei Säugetieren oder anderen Vögeln zu einer besonders schnellen Sauerstoffaufnahme bei niedrigem Druck in der Lage. Auslöser ist eine einzige Mutation, durch welche die Aminosäure Prolin in der Alpha-Kette des Hämoglobins (α-Globin) durch Alanin ersetzt ist.

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Kategorie: Vögel

Gewicht: 2-3kg

Größe: Länge 70-75 cm

Brutdauer: 30 Tage

Lebensalter: etwa 20 Jahre

Geschlechtsreife: 2-3 Jahre (monogam)

Reproduktion: 4-5 Eier

Nahrung: Teile von Wasserpflanzen,Gräser, Wurzeln, Sprosse,im Winter auch Getreidekörner und Wurzelknollen,Seetang kann in Küstennähe einen wichtigen Nahrungsbestandteil bilden. Diese Grundlage wird ergänzt durch Insekten, kleine Krebstiere, Weichtiere wie beispielsweise Schnecken und sogar kleine Fische.

Lebensweise: Meistens fressen die Gänse nachts oder kurz nach Sonnenauf- beziehungsweise vor Sonnenuntergang. Vor allem in ihrem Überwinterungsgebiet fliegen sie meistens täglich in großen Schwärmen zwischen den räumlich getrennten Ruhe- und Weideplätzen hin und her. Sie sind wie die meisten Gänsearten sehr soziale, gesellschaftliebende Tiere.

Gefährdung: nicht gefährdet, obwohl der Bestand leicht rückläufig ist

Verbreitung (ursprünglich): Streifengänse sind Zugvögel, die halbjährlich zwischen ihren Brut- und Überwinterungsgebieten hin- und herziehen. Erstere liegen vor allem in den Hochebenen Zentralasiens, in Südostrussland, Tibet, Teilen Nordindiens, der Mongolei und der Volksrepublik China, letztere dagegen hauptsächlich südlich des Himalaja im Nordwesten und zentralen Süden Indiens, in Pakistan, Bangladesch, Nepal und Burma; manche Vögel ziehen auch nur aus den Hochlagen Tibets in tiefer liegende Gebiete

Verbreitungsgebiet: