Rotwangenschmuckschildkröte

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Rotwangenschmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans)

Erst hui, dann pfui

Mit ihrem massenhaften Import aus den Zuchtfarmen in den USA setzte ein Schildkrötenboom in Europa ein. Unüberlegt gekauft, wird ihre Haltung zum Problem. Obwohl von Gesetzes wegen verboten, werden alljährlich zahlreiche Schmuckschildkröten, insbesondere Rotwangen, von privaten Haltern entsorgt, indem sie in öffentlichen Gewässern oder auch in Zoos ausgesetzt werden. Unter den gegenwärtigen klimatischen Bedingungen pflanzen sich diese Schildkröten in der Regel zwar nicht fort, aber sie finden genügend Nahrung und überwintern problemlos, sodass dieselben Tiere oft über Jahre in ihrem jeweiligen Revier beobachtet werden können. Ausgesetzte Schmuckschildkröten leben räuberisch und gefährden dadurch die ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten. Sie fressen zum Beispiel sehr gerne Froschlaich.

Reproduktion: Wenn die Temperatur im Frühjahr hoch genug ist, sind die Schildkröten zur Paarung bereit. Das Männchen vibriert mit seinen langen Vorderkrallen vor der Okularregion des Gesichts des Weibchens, was zum Balzverhalten gehört. Die Krallen helfen ihm, sich am Rückenpanzer der Partnerin festzuklammern. Im Frühsommer sucht das Weibchen dann mit Sorgfalt einen Platz für das Gelege aus. Mit den Hinterbeinen gräbt es eine Grube für die bis zu 22 Eier. Die jungen Schildkröten wachsen sehr schnell und können in ihrem zweiten Sommer schon sechs bis sieben Zentimeter lang sein.

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Gewicht: bis 1,6kg

Größe: Panzerlänge ♂ bis 25cm, ♀ bis 35cm

Lebensalter: 30-40 Jahre

Geschlechtsreife: ab 18cm Körperlänge

Nahrung: kleine Wirbellose, Pflanzen

Lebensweise: Gewässer mit dichtem Pflanzenbewuchs und morastischem Grund

Gefährdung: nicht gefährdet

Verbreitung (ursprünglich): USA/Florida/Mexiko