Der Leopard ist das „Zootier des Jahres 2016“

Diese faszinierende Großkatze ist fast überall in ihrem natürlichen Lebensraum stark gefährdet. Um dieser Großkatze zu helfen, wurde der Leopard für die Aktion „Zootier des Jahres 2016“ ausgewählt.

Die Aktion „Zootier des Jahres“ trägt ganz konkret zum Schutz dieser Tiere bei! Durch aktiven Schutz und Finanzierung von Schutzprojekten vor Ort wird das Überleben der Leoparden ermöglicht. Darüber hinaus werben die Zoos für diese seltenen Tiere und sichern durch die Erhaltungszucht den Fortbestand ihrer Art.

Das Artenschutzprojekt „Zootier des Jahres 2016 - der Leopard“

 

unterstreicht den Gleichklang der Bemühungen zoologischer Einrichtungen von ex-situ und in-situ-Schutz rund um die Welt. Mit dem „Zootier des Jahres“ soll nicht nur auf eine bedrohte Tierart hingewiesen, sondern auch ganz konkret etwas für diese Tierart umgesetzt werden. Reden allein reicht den Projektpartnern nicht! Daher werden mit dem Leoparden als erstem „Zootier des Jahres“ gleich zwei konkrete Schutzprojekte unterstützt:

Das „Iran-Schutzprojekt“ für den Persischen Leoparden

60% der Gesamtpopulation des stark gefährdeten Persischen Leoparden (Panthera pardus saxicolor) lebt im Iran. Hauptbedrohung ist  die illegale Jagd. Es gibt bisher keine demografischen und genetischen Untersuchungen zum Persischen Leoparden im Projektgebiet.

Das Wissen über die Leoparden und ihre Lebensweise ist sehr gering. Durch die „Zootier des Jahres“ Spenden werden Kamerafallen installiert. Einzelne Leoparden werden mit GPS-Halsbandsendern ausgestattet, um ihre Bewegungsmuster per Satelliten-Telemetrie zu verfolgen.

Nutzvieh und Haushunde werden untersucht, um mögliche Krankheitsübertragungen auf die Leoparden zu ermitteln. Es gibt Trainings-Workshops für Naturschützer, Tierärzte, Jäger und Tierhalter.

Das „Sri Lanka-Schutzprojekt“ für den Sri Lanka-Leoparden

Die Lebensräume des stark gefährdeten Sri Lanka-Leoparden (Panthera pardus kotiya), schwinden. Die Wälder werden immer mehr fragmentiert durch Straßen, Dörfer oder große Teeplantagen. Am Rande von Schutzgebieten kommt es häufig zu Konflikten zwischen Menschen und Leoparden.

 

Durch die Spenden für das „Zootier des Jahres“ soll mittels DNA-Analyse von Kothaufen herausgefunden werden, wo auf Sri Lanka noch Leoparden vorkommen. Darauf aufbauend kann man geeignete Schutzmaßnahmen entwickeln, z.B. Waldkorridore anpflanzen. Durch die Spenden konnten bereits ein Projektfahrzeug und Kamerafallen angeschafft werden. Mit der Hilfe dieser Kamerafallen möchte man mehr über das Verhalten der Tiere in der Nähe von Menschen erfahren. Gemeinsam mit der Bevölkerung könnten dann Leoparden-Wachposten aufgestellt, leopardensichere Ställe für Haustiere gebaut oder andere geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

Weitere Infos gibt es auf der Zootier des Jahres Homepage

Zootier des Jahres 2016 - Interview