Im Naturschutz-Tierpark Görlitz ist uns Artenschutz ein großes Anliegen

Was macht der Naturschutz-Tierpark Görlitz im Bereich Artenschutz?

Öffentlichkeitsarbeit

im Tierpark gibt es diverse Aktionstage bei denen es besonders um das Thema Artenschutz geht

Erhaltungszucht

Der Tierpark beteiligt sich an verschiedenen Zucht - Programmen und unterstützt so mit seinen Nachzuchten den Bestand bedrohter Arten in Menschenobhut

Wildtierauffangstation

In Not geratene Wildtiere erhalten bei uns Hilfe

Lebensraum Tierpark

Nicht nur Zootieren - auch vielen Wildtieren bietet der Tierpark ein Zuhause

Internationale Projekte

Der Tierpark unterstützt den In Situ Artenschutz finanziell

Regionale Projekte

Der Tierpark kümmert sich um Regionale Artenschutzprojekte

Artenschutzkampagnen

Verschiedene Artenschutzkampagnen wie etwa die "Zootier des Jahres" Aktion werden vom Naturschutz-Tierpark Görlitz gefördert

Naturschutzpatenschaften

Über den Tierpark kann man Naturschutzpatenschaften abschließen und dadurch ausgewählte Artenschutzprojekte aktiv unterstützen

Die Sensibilisierung und Aktivierung möglichst vieler Menschen für die Bewahrung und den Schutz von Lebewesen und Lebensräumen

ist ein wichtiger Teil unserer Artenschutz-Arbeit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierparks und der Zooschule beteiligen sich aktiv an der Aus- und Weiterbildung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Spezielle Unterrichtsangebote der Zooschule befassen sich z.B. mit der tierschutzgerechten Haltung von Heimtieren. Der Naturschutz- Tierpark Görlitz unterstützt vielfach Ämter und Fachbehörden bei der Beschlagnahme, Unterbringung oder Vermittlung von tierschutzrelevant gehaltenen Wildtieren an geeignete Haltungseinrichtungen.

Neben den Erhaltungszuchten - dem sogenannten ex-situ-Artenschutz (Programme außerhalb des natürlichen Lebensraums) - sind zoologische Einrichtungen auch gefordert, sich für den Schutz der Lebensräume bedrohter Arten vor Ort zu engagieren (in-situ-Artenschutz). Was der Naturschutz-Tierpark Görlitz etwa im Rahmen seiner Naturschutz Patenschaften direkt unterstützt.

Für den Betrieb

des Naturschutz-Tierparks Görlitz gelten folgende Grundsätze:

  • Die geltenden Gesetze und Vorschriften werden eingehalten.
  • Die Sicherheit der Besucher und des Personals ist stets zu gewährleisten.
  • Es werden nur Tiere gehalten, denen unter Berücksichtigung ihres Verhaltens, ihrer Sozialstruktur, ihrer räumlichen und klimatischen Ansprüche, ihrer Ernährung sowie der notwendigen Hygiene und medizinischen Versorgung artgemäße Lebensmöglichkeiten in unserem Tierpark geschaffen werden können.
  • Die Betreuung der Tiere erfolgt durch ausgebildetes Fachpersonal
  • Beteiligung an umfangreichem fachlichen Erfahrungsaustausch (Tagungen, Lehrgänge).
  • Regelmäßig veröffentlichte Jahresberichte und wissenschaftliche Artikel geben Aufschluss über die Arbeit.
  • Aktive Teilnahme an diversen Naturschutzprogrammen sowie Durchführung von qualifizierten Bildungsaktivitäten im Tier-, Arten-, Natur- und Umweltschutz.
  • Unterstützung möglichst vieler koordinierter Zuchtprogramme, insbesondere für stark gefährdete Arten.
  • Der Naturschutz-Tierpark Görlitz sieht sich außerdem in den Fragen des Populationsmanagement den Leitlinien des Verbandes deutscher Zoodirektoren (VDZ) von 2008 sowie des Europäischen und des Welt-Zoo- und Aquarien-Verbandes (EAZA, WAZA) in vollem Umfang verpflichtet.

 

Koordinierte Zuchtprogramme

Importe wildlebender Tiere aus den Herkunftsländern sind heute aufgrund arten- und tierseuchenrechtlicher Einschränkungen immer seltener möglich. Zoologische Einrichtungen sind auch deshalb darauf angewiesen, sich selbst erhaltende Tierpopulationen aufzubauen. Internationale Zusammenarbeit ist dazu unerlässlich. Aus diesem Grund wurden 1985 erstmals innerhalb der Europäischen Zoo- und Aquarien-Vereinigung (EAZA) die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEP) und Zuchtbücher (ESB) ins Leben gerufen. Im Netzwerk beteiligter Zoos wird so die Zucht etlicher bedrohter Arten in Menschenobhut koordiniert.

Für jedes Zuchtbuch ist ein Koordinator verantwortlich. Dabei handelt es sich meist um Mitarbeiter eines am Zuchtprogramm beteiligten Zoos. Zuchtbücher werden jährlich aktualisiert und sämtliche Individuen der betreffenden Tierart aufgeführt. Die Daten zu Geschlecht, Alter, Verwandtschaftsverhältnissen und Nachkommenzahl erlauben eine computergestützte genetische und demographische Analyse, auf deren Grundlage Empfehlungen z.B. zu Tiertransfers und optimalen Verpaarungen gegeben werden. Das Ziel ist es, verhaltensintakte Tierbestände zu pflegen, Inzucht zu vermeiden und die genetische Vielfalt in einer Tierpopulation über viele Generationen zu erhalten. Nur so können sich Lebewesen langfristig an ihre Umwelt anpassen, was auch im Hinblick auf eine mögliche Wiederansiedlung von in Zoos geborenen Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum von Bedeutung ist.

Der Naturschutz- Tierpark Görlitz ist aktuell mit folgenden Tierarten an koordinierten Zuchtprogrammen beteiligt:

Roter Panda, Manul, Goldkopflöwenaffe, Fischotter, Indochinesischer Sika Hirsch, Kropfgazelle, Blaukronenhäherling, Edwardsfasan, Gänsegeier.

Dass das Konzept von qualifizierten Zoos als „Arche auf Zeit" funktionieren kann, belegen inzwischen zahlreiche Beispiele. Bislang haben über 50 in der Wildbahn einstmals ausgerottete Tierarten und –unterarten nur dank solcher koordinierter Zuchtbemühungen in zoologischen Einrichtungen überleben können. Weit über 200 Tierarten konnten nach Haltung unter menschlicher Obhut bereits erfolgreich in ihrem natürlichen Lebensraum wieder angesiedelt werden.

 

Die „Rote Liste“

Die Weltnaturschutzunion „International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN)“ führt seit 1963 die internationale Rote Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Sie unterscheidet die nebenstehenden  Gefährdungsstufen. Hierbei werden sowohl gefährdete, als auch nicht gefährdete Arten einer Bewertung unterzogen.

Die Rote Liste informiert über den Grad der Bedrohung einer Spezies.

Sie ist sozusagen ein Indikator für die Biodiversität der Natur.

Bei uns im Tierpark finden Sie den Grad der Bedrohung einer Tierart auf dem Gehegeschild.

 

The IUCN Red List of Threatened Species

Hier geht es zur Homepage der IUCN