Raupe Nimmersatt im Zoo?

...ganz so "verfressen" sind die Tierparkbewohner zum Glück nicht. Dennoch schlagen besondere Futtermittel, Mineralstoffe und Vitaminzusätze z. T. mit hohen Kosten zu Buche. Um einen tieferen Blick hinter die Kulissen einer zoologischen Einrichtung zu bieten, haben wir die Futter-Patenschaften entwickelt!

Die Patenschafts-Beiträge sind für Sie als Spende steuerlich absetzbar!

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Bis zu einer Summe von 200 € kann der Kontoauszug als Beleg genutzt werden, sofern dieser den Vermerk „Spende“ im Verwendungszweck enthält.

Darüber hinaus und auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus. Bitte teilen Sie uns dafür Ihre vollständige Adresse mit, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstellen und zusenden können.

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 Mit einer Futter-Patenschaft unterstützen Sie uns im laufenden Betrieb. Dabei sind die Futter-Patenschaften exemplarisch. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Patenschaftsspenden 100% zum Wohle unserer Tiere eingesetzt werden.

Unsere Futter-Patenschaften:

Roter Panda

Der Rote oder auch Kleine Panda genannte Katzenbär ist ein Allesfresser, der sich vorwiegend von Bambus ernährt. Da Bambus jedoch sehr nährstoffarm und die Verdauung des Roten Pandas nicht ideal dafür ausgerüstet ist, muss er große Mengen davon zu sich nehmen, um seinen Nahrungsbedarf zu decken. Hin und wieder erbeutet er auch kleine Säugetiere, Vögel und deren Eier sowie große Insekten. Daneben dienen ihm Früchte, Beeren, Eicheln, Gräser und Wurzeln als wichtige Nahrungsquellen.

Da wir im Tierpark und einer nahegelegenen Gärtnerei den benötigten Bambus von etwa 500g frischen Blättern pro Tier und Tag selbst anbauen, schlägt dieser kostenseitig nur im Anbau, Hege und Pflege sowie Ernte zu Buche. Desweiten erhält jeder unserer Pandas täglich 150 Gramm Obst und 350g Gemüse, sowie 100g eines speziell auf den Nährstoffbedarf des Kleinen Pandas ausgerichteten „Pandakuchen“, 50g Pellets für Laubfresser sowie ein Mineralstoffsupplement.

Futter für einen Roten Panda: ab 45 €

Goldkopflöwenaffe

Diese nur etwa 500g leichten Vertreter der Familie der südamerikanischen Krallenaffen, verspeisen zwar nur etwa 85g Nahrung am Tag, doch ihr Futterplan ist schon speziell: Im Freiland ernähren sie sich vorrangig von Insekten, Wildfrüchten und Baumsäften. Um diesen Nahrungsansprüchen gerecht zu werden bekommen die, in ihrem Verbreitungsgebiet, stark bedrohten Kobolde bei uns: Gemüse, wenig Obst, verschiedene Insekten, gekochtes Ei und speziell für diese Tiergruppe hergestellte Fertigfuttermittel, die den Nährstoffbedarf der Primaten hervorragend decken, aber auch recht kostspielig sind. Außerdem gibt’s „Gum“, ein aus Akazien gewonnenes, kristallisiertes Harz, welches in warmem Wasser aufgelöst eine honigartige Substanz ergibt, die auf Hölzer gestrichen, oder in Löcher gespritzt nicht nur eine physiologische Nahrungsaufnahme gewährleistet, sondern auch eine hervorragende Beschäftigung für die Tiere ist.

Futter für zwei Goldkopflöwenaffen: ab 5 €

Fischotter

Unsere Europäischen Fischotter benötigen jetzt im Winter täglich etwa 3 kg Futter. Der Energiebedarf liegt im Winter höher, da aufgrund der niedrigen Umgebungstemperaturen mehr Energie zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt wird. Diese verspielten, sympathischen Wassermarder sind reine Carnivoren, also Fleischfresser, die aber nicht, wie der Name vielleicht suggeriert, ausschließlich von Fisch leben. Im Freiland wird gefressen, was überwältigt werden kann: das sind neben Fischen und Amphibien auch Wasservögel bis Schwanengröße und Säugetiere.

Im Tierpark erstreckt sich das Repertoire an Futtertieren über Fisch, Huhn, Taube, Küken, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratte und Maus. Die Nagetiere und Vögel werden im Tierpark selbst gezüchtet. Das ist zwar aufwendig und kostenintensiv, gewährleistet aber eine Versorgung mit einwandfreien und frischen Futtertieren. Der Futterfisch muss in großen Mengen dazugekauft werden. Im Jahr sind das immerhin etwa 1500kg.

Futter für zwei Fischotter: ab 7 €

Zebramanguste

Die erst in diesem Frühjahr fertiggestellte Anlage im Eingangsbereich des Tierparks ist das Zuhause unserer quirligen Zebramangusten. Die Herkunft dieser kleinen Raubtiere liegt im Osten- und im südlichen Afrika. Daher bevorzugen unsere Tiere derzeit eher die geräumige Innenanlage, statt der innovativ gestalteten großzügigen Außenanlage. Dem Tiererlebnis tut das keinen Abbruch. Eine große Panoramascheibe gewährt unseren Besuchern exklusive Einblicke in das Privatleben dieser kleinen Katzenartigen.

So eine Zebramanguste nimmt am Tag etwa 100g Nahrung auf. In ihren Herkunftsgebieten leben die Tiere hauptsächlich von Insekten, Wirbellosen, Wirbeltieren, Beeren und Eiern. Bei uns bekommen sie eine bunte Palette verschiedenster Futtermittel: Fisch, Küken, Taube, Huhn, Ratte, Maus, Meerschweinchen, Kaninchen, rohe/gekochte Eier, Katzenfutter trocken und nass, schieres Fleisch, Obst und Gemüse, Nüsse, spezielles Insektenfresser Fertigfutter, getrocknete und lebende Insekten, wie Mehlwürmer, Grillen, Käfer, Hermetialarven. Wobei gerade die Insekten-Futtermittel recht kostenintensiv sind.

Futter für eine Gruppe Zebramangusten: ab 13 €

Rhesusaffe

Unsere Rhesusaffengruppe hat schon einen ordentlichen Appetit. Sie sind zwar nicht besonders wählerisch, bei dem, was auf den Tisch kommt, aber ihren Nährstoffbedarf soll es schon decken. Etwa 400g Gemüse, spezielle Primaten-Pellets, Eier, Insekten, Sämereien, Katzentrockenfutter und Keimgetreide futtert jeder Affe am Tag. Obst ist übrigens tabu. Die Primaten leben in ihren Herkunftsgebieten zwar von Früchten, dabei handelt es sich aber um Wildfrüchte, deren Zuckergehalt vergleichbar ist mit dem unseres Gemüses. Das Obst, das wir so gerne essen, ist nach dem menschlichen Geschmack und für den menschlichen Genuss gezüchtet und enthält sehr viel Zucker, was bei den Affen, gerade den Älteren, schnell zu Fettleibigkeit führen kann.

Futter für einen Rhesusaffen: ab 8 €

Stachelschwein

Können sie oder können sie nicht? Mit ihren Stacheln schießen, meine ich… Ja, sie können, aber nur in extremen Stresssituationen, denn wenn die „Munition“ einmal verschossen ist, kann nicht einfach nachgeladen werden, sondern neue „Abschussstacheln“ müssen über einen längeren Zeitraum erst neu gebildet werden. Stacheln werden übrigens wie unsere Zeh- und Fingernägel oder unsere Haare aus Keratin gebildet. Die Bausteine nimmt der Organismus über die Nahrung auf. Auch wenn sie Stachelschweine heißen, haben diese nichts mit Schweinen zu tun. Während Schweine zur Ordnung der Paarhufer gehören und Allesfresser sind, leben die zu den Nagetieren zählenden Stachelschweine fast ausschließlich vegetarisch.

Für jedes unserer Stachelschweine berechnen wir ca. 800g Nahrung am Tag. Diese setzt sich zusammen aus: speziellen Pflanzenfresserpellets, Gemüse, Salat, Nüssen, Katzentrockenfutter, Getreide und Saatmischungen. Hinzu kommen noch frische Äste, Laub und Gräser.

Futter für ein Stachelschwein: ab 14 €

Trampeltier

Großkamele, wie die einhöckrigen Dromedare und die zweihöckrigen Trampeltiere sind Überlebenskünstler. Angepasst an ihre kargen Lebensräume kommen sie mit sehr nährstoffarmem Futter aus. Für schlechte Zeiten legen sich Vorräte an. Ihre Vorratsspeicher sind die Höcker, in denen Fett gespeichert wird. Von diesem Fett- oder Energiedepot zehren die Tiere in nahrungsarmen Zeiten. Auch können Großkamele längere Zeit ohne Wasser überleben, trinken dann aber innerhalb nur weniger Minuten bis zu 120 Liter! Hauptnahrung der Tierpark Trampeltiere, sind Stroh und Heu, Mineralsalze und Pflanzenfresser Pellets. Pro erwachsenes Tier kalkulieren wir etwa 5 kg Stroh, 5 kg Heu und 1 kg Pellets.

Futter für ein Trampeltier: ab 28 €

Persische Kropfgazelle

Wir sind stolz auf unsere kopfstarke Gruppe der empfindlichen asiatischen Antilopenart! Sieben Jungtiere wurden 2020 aufgezogen, zwei davon per Hand, da sie in einer nasskalten Nacht im Freien zur Welt kamen und mehr tot als lebendig waren, als sie am nächsten Tag von den Tierpflegern gefunden wurden. Wärmelampen und warme Milchaustauschermahlzeiten sorgten dafür, dass es den beiden schnell besser ging. Als selektive Wiederkäufer fressen unsere Kropfgazellen pro Tag etwa 200g Pflanzenfresser Pellets, 150g Luzerne Pellets, Heu des 2. Schnitts und getrocknete Luzerne zur beliebigen Aufnahme, sowie im Sommer frisches-, im Winter gefrostetes oder getrocknetes Laub, welches die Tierpfleger im Sommer entsprechend einlagern. Während der Vegetationszeit gibt’s auch täglich frisches Gras!

Futter für eine Kropfgazelle: ab 16 €

Beo

Das „Zootier des Jahres“ ist ein wahrer Gourmet. Obwohl jeder Vogel täglich nur ca. 100g  Futter benötigt, sind die empfindlichen Weichfresser auf Spezialnahrung angewiesen. T16 ist der Name dieser Spezialdiät. Diese eisenarmen „Beoperlen“ decken den Nährstoffbedarf der Vögel, ohne ihren Organismus mit zu viel Eisen zu belasten. Wie viele andere Tropenbewohner leiden auch Beos in menschlicher Obhut oft an der fütterungsbedingten Eisenspeicherkrankheit, die auch zum Tode der Tiere führen kann. Des Weiteren verspeisen unsere Beos noch eine Mischung aus getrocknetem Insektenschrot, Ei, Möhre und Fettfutter, Obst, Gemüse, lebende Insekten wie Mehlwürmer, Soldatenfliegenmaden oder Grillen plus eines Vitaminsupplements 2 x wöchentlich.

Da die Zahl der charismatischen Beos sowohl in seinen südostasiatischen Herkunftsgebieten, wie auch in Menschenobhut in den letzten Jahrzehnten dramatisch weniger wurden, hat man den sprachbegabten Vogel 2020 zum „Zootier des Jahres“ gewählt (zootierdesjahres.de).

Futter für einen Beo: ab 7 €

Schneeeule

Die in freier Wildbahn der arktischen Tundra mit ihrem weißen Gefieder gut getarnten Schneeeulen fressen am liebsten kleine Säugetiere, wie Mäuse und Lemminge. Sie können jedoch auch größere Tiere, wie Hasen oder Enten erbeuten. Anders als die meisten Eulen jagen Schneeeulen nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tag.

Spätestens seit Harry Potter, ist die Schneeeule nicht nur noch bekannter, sondern auch noch beliebter als vor dem HP Zeitalter. Aus dem Grund kann unsere Schneeeulen Dame, natürlich nur „Hedwig“ heißen. Jede Schneeeule frisst etwa 4-6 Mäuse am Tag, wahlweise auch Küken, Meerschwein, Kaninchen, Taube oder Ratte. Diese Tiere werden im Tierpark selbst gezüchtet. Das ist zwar aufwendig und kostenintensiv, gewährleistet aber eine Versorgung mit einwandfreien und frischen Futtertieren.

Futtermäuse für die Schnee-Eulen: ab 7 €

Ara

Sie gehören zu der Gruppe der größten und farbenprächtigsten Papageien überhaupt: Die Aras!

Bei uns leben seit vielen Jahren Grünflügelaras und seit kurzem eine „geerbte“ flugunfähige Gelbbrustara Dame. Nach vielen Jahren ohne Artgenossen fällt es der Gelbbrustara Dame schwer, sich mit diesen zusammenzuraufen. So leben die Aras zwar im permanenten Sicht- und Schnabelkontakt, eine direkte Zusammenführung findet allerdings nur unter Beobachtung und nur mit maximal 3 Vögeln statt.

Jeder unserer Aras bekommt am Tag etwa 50g Gemüse/Obst und 50g einer handelsüblichen Sämereien Mischung  für große Papageien, die unter anderem Sonnenblumenkerne, Kardisaat, Kürbiskerne, Zirbelnüsse, Hafer, Hanf, Hagebutten, Mungobohnen, Milokorn, Buchweizensaat usw. enthält. Als besondere Leckerlis gibt es ab und zu Wal-, oder Haselnüsse im Ganzen, als Beschäftigung. Natürlich nicht zu viel, denn Nüsse enthalten sehr viel Fett!

Futter für einen Ara: ab 14 €

Chinasittich

Turbulent geht es zu in „Qishan“, der für Besucher begehbaren Anlage für verschiedene gefiederte und befellte Bewohner Zentralchinas. Dominant ist allerdings der farbenprächtige und Dezibel intensive Schwarm der Chinasittiche. Etwa 25 der attraktiven kleinen Papageien bevölkern derzeit die Anlage. Im Vergleich zu vielen anderen Papageien kann man bei den Chinasittichen Männchen und Weibchen auf einen Blick auseinanderhalten: Die erwachsenen Männer haben einen intensiv rot gefärbten Schnabel, die Weibchen einen Schwarzen. Geschlechtsdimorphismus nennt man das. Wie die meisten Papageien, leben die Chinasittiche hauptsächlich von verschiedenen Sämereien. Obst, Gemüse, Nüsse erweitern den Speiseplan. Rund 1 kg Großsittichmischung und 700g Obst und Gemüse verzehrt der Trupp am Tag.

Futter für einen Chinasittich-Schwarm: ab 6 €

Gänsegeier

Geier sind wichtige Gesundheitspolizisten! Dank ihres ausgesprochen guten Sehvermögens erspähen die hoch in den Lüften kreisenden Geier verendete Tiere schon über viele Kilometer. Geier leben ausschließlich von Aas. Damit sorgen sie dafür, dass sich Krankheiten durch verendete Tiere nicht verbreiten können. Seit die Zahl der Geier in Indien aufgrund in der Tiermedizin eingesetzter Schmerzmittel dramatisch abgenommen hat, ist dort u.a. die Tollwut wieder auf dem Vormarsch.

Unser Gänsegeierpaar mit ihren Nachkommen, verspeisen pro Woche etwa zwei 20kg schwere Ferkel. Die Ferkel werden bei uns geboren und aufgezogen, mit 2 Monaten werden sie schnell und stressfrei getötet und sofort an die Geier verfüttert. Was herzlos klingt, ist essenziell für eine gute Tierernährung. Wir wissen, was wir unseren Schweinen füttern, vor allem was wir ihnen nicht füttern, nämlich verschiedene Medikamente. Wir wissen wie unsere Schweine bis zum Tod gelebt haben, nämlich in der Gruppe, bei der Mutter und mit Auslauf an der frischen Luft und wir ersparen den bei uns aufgezogenen Schweinen einen stressvollen Transport in einen Schlachthof. Dies macht uns übrigens auch unabhängig vom Kauf von Fleisch aus industrieller Tierhaltung. Nichtsdestotrotz ist die Ferkelaufzucht zeit- und kostenintensiv.

Ferkel für die Gänsegeier: ab 90 €

Alpensteinbock

Herbstzeit ist Brunftzeit bei den Steinböcken. Es ist ein tolles Erlebnis den Kommentkämpfen der mächtigen Böcke zuzuschauen, wenn sich zwei Kontrahenten auf die Hinterbeine aufrichten, sich nach vorne fallen lassen und mit weithin hörbaren Krachen mit den bis zu einem Meter langen Hörnern aufeinanderprallen. Die einst in den Alpen fast ausgerotteten Wiederkäuer leben im Freiland hauptsächlich von Bergwiesengräsern und Kräutern. Richtige Gourmets also! Wir bieten ihnen erstklassiges Heu und getrocknete Luzerne zur beliebigen Aufnahme. Im Sommer gibt es zusätzlich frisches Grünfutter, Laub und Äste. Außerdem erhält jedes Weibchen 250g Pflanzenfresser Pellets und 150g Luzerne Pellets, die sehr viel schwereren Böcke erhalten das Doppelte.

Futter für einen schweren Steinbock: ab 4,50 €

Hausyak

Welche Farbe hat denn so ein Yak? Der akut von der Ausrottung bedrohte Wildyak ist rein schwarz. Besucht man das zentralasiatische Hochplateau findet man allerdings eine große Bandbreite verschiedener Farbschläge. Ein Phänomen der Domestikation, der Haustierwerdung. Unsere Yakgruppe ist auch kunterbunt gemischt. Da gibt es fast weiße, graumelierte, schwarze, dunkelgraumelierte und schwarz-weiße Yaks. Diese zotteligen Bewohner zentralasiatischer, alpiner Regionen sind reine Grasfresser. Allerdings haben sie einen recht hohen Mineralstoffbedarf. Bei uns erhalten die erwachsenen Kühe pro Kopf und Tag ca. 6kg Heu und 600g Pflanzenfresser Pellets, die etwa ein Drittel schwereren Bullen 1kg Pellets und 10kg Heu. Immer Sommer gibt es frisches Grünfutter ad libitum, also zur beliebigen Aufnahme.

Futter für eine Yakkuh: ab 4 €

Riesenkänguru

Kängurus sind die Kühe Australiens. Ursprünglich gab es Australien keine großen Pflanzenfresser, allerdings gab es die weiten Grasländer. Entsprechend haben sich Tierformen entwickelt, die diese Gräser nutzen können. Die Kängurus! Interessanterweise hat sich bei den Kängurus ein ähnliches Verdauungssystem von gekammerten Mägen entwickelt, wie bei den modernen Wiederkäuern. Dieses Phänomenen nennt man Konvergente Entwicklung. Unsere erwachsenen Weibchen erhalten pro Tag etwa 200g Pflanzenfresser Pellets und 200g spezielle Macropoden-, d.h. Känguru- Pellets. Die um etwa ein Drittel größeren und schwereren männlichen Tiere erhalten 200g mehr an Pellets. Des Weiteren bieten wir Heu des 2. Schnitts und getrocknete Luzerne zur beliebigen Aufnahme an. Im Sommer gibt’s zusätzlich frisches Grünfutter, sowie belaubte Zweige.

Futter für ein Kängurumännchen: ab 21 €

Alpaka

Ein Kamel ohne Höcker, gibt’s denn das? Ja, natürlich, und das sogar vierfach! In Südamerika existieren je zwei Wild – und zwei Haustierformen. Die in den südamerikanischen Anden lebenden Vicunjas, sind die Stammform der Alpakas. Alpakas werden hauptsächlich wegen ihres weichen Vlieses gezüchtet und sind aufgrund ihres freundlichen Wesens heute in Zoos beliebter als ihre größeren Verwandten, die Lamas, deren Stammform die Guanakos ist. Im Freiland leben die höckerlosen Vertreter der Kameliden hauptsächlich von Gräsern, Kräutern und Laub.

 

Jedes Alpaka im Tierpark erhält pro Tag jeweils 200g Pflanzenfresser Pellets und ca. 2kg Heu. Im Sommer wird das Heu durch frisches Grünfutter ersetzt.

Futter für ein Apaka: ab 7 €

Hausrind

Rotviehkuh und auch die Altdeutsche Schwarzbunte Niederungskuh haben eines gemeinsam: sie gehören stark bedrohten Haustierrassen an. Alte Haustierrassen sind widerstandsfähiger und unempfindlicher als die modernen Hochleistungsrassen. Ein wichtiger Grund, um diese als „Genreserve“ zu erhalten. Jede unserer Kühe bekommt etwa 10kg Heu pro Tag. Im Sommer gibt es stattdessen frisches Grünfutter, Pflanzenfresser Pellets bekommen sie lediglich, wenn sie ein Kalb zu säugen haben. Da unsere Kühe gute Futterverwerter sind, müssen wir manchmal eine Diätphase einlegen. Dann gibt es nur Stroh, was die Tiere mit ausdauerndem Protestmuhen quittieren.

Futter für eine Kuh: ab 21 €

Hausesel

So störrisch und dumm, wie ein Esel… stimmt denn diese Aussage? Nein! Esel verhalten sich lediglich artgemäß. Während das Pferd als Steppenbewohner bei Gefahr im gestreckten Galopp davonsprintet, muss der Esel als Bewohner felsiger Gebiete etwas überlegter handeln, denn sonst droht der Absturz. Aus dem Grund evaluiert Esel eine Situation, bevor er agiert, richtig schlau also… Unser pfiffiges Eselpaar und ihr Fohlen, sind sehr genügsame Kostgänger. Etwa 5kg Heu oder Stroh frisst jedes Tier am Tag. Im Sommer gibt es Grünfutter. Da Esel mit recht nährstoffarmer Nahrung auskommen, müssen wir aufpassen, dass die Tiere nicht zu dick werden. Entsprechend wird Heu bzw. Gras durch Stroh ersetzt. Wichtig ist allerdings die ausreichend Versorgung mit Mineralien.

Futter für einen Esel: ab 14 €

„Keine Langeweile“

Bei besuchergewöhnten Tieren kann der „Lock down“ durchaus zu Langeweile führen. Es fehlen die Menschen, die streicheln, striegeln, füttern und mit denen Tier interagieren kann. Zwar kümmern sich die Tierpfleger auch in „Normalzeiten“ mit innovativen Beschäftigungsangeboten darum, dass der Zootieralltag bereichert ist. Doch gerade jetzt gewinnt die Tierbeschäftigung noch mehr an Bedeutung als in nicht Corona Zeiten… Besonders beliebt bei den Tierparkbewohnern sind Futterbälle. Die Futterbälle haben nur ein Loch durch das beim Drehen der Bälle von Zeit zu Zeit etwas Futter herausfällt. Damit sind unsere Tiere bei der „Besucherfreien“ Zeit sehr lange beschäftigt.

Futterbälle für die Tierparkbewohner: ab 16 €