"Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist der Titel des aktuellen UNESCO-Weltaktionsprogramms. Seit 2005 ist das Ziel, nachhaltige Entwicklung als Leitbild in allen Bildungsbereichen zu verankern, um globale Probleme wie Klimawandel, Armut oder Raubbau an der Natur lösen zu können.

Menschen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Gesellschaft gerecht und zukunftsfähig zu entwickeln und Verhaltensweisen und Lebensstile zu finden, die das Leben auch in anderen Regionen der Welt und künftiger Generationen lebenswert machen. Um in der Lage zu sein, bei den persönlichen Entscheidungen immer auch die Konsequenzen für andere Menschen, die Natur und die Zukunft mit einzubeziehen, ist das Wissen um Zusammenhänge notwendig.

Detaillierte Informationen liefert das BNE Portal.

Milchspielplatz

Als Naturschutz-Tierpark hat BNE einen sehr hohen Stellenwert in unserer täglichen Arbeit. Neben diversen formellen zoopädagogischen Angeboten entstand so auch das Projekt „Nachhaltige Landwirtschaft in Tibet und Deutschland“, welches finanziell durch das Stipendienprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wurde. "Es zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Unseren Besuchern möchten wir mit der Gegenüberstellung zwischen Deutschland und Tibet Wissen zu folgenden Aspekten vermitteln:

  • Haustiere und Landwirtschaft
  • Lebensweise und Kultur der Bauern
  • Armut und Reichtum (materiell wie ideell)
  • Klima, Natur und Umwelt
  • Konsum und Produktion
  • politische Konflikte und die sich daraus ergebenden Probleme für die Bauern

Aufgrund des interkulturellen Vergleiches des bäuerlichen Lebens in Tibet und in Deutschland ist der Spielplatz einmalig. Unter den Themenbereichen Tierhaltung, Zucht und Erhaltung alter Haustierrassen wird die Bedeutung von Agrobiodiversität deutlich. Durch die sich auf vielfältige Weise überschneidenden Themen wird interdisziplinäres Wissen erfahrbar. Der Umgang mit den Rindern und Lebensmitteln aus Milch in Deutschland und Tibet können bewertet und Schlussfolgerungen für das eigene Leben gezogen werden. Auf dieser Basis wird Weltoffenheit geschaffen, persönliche Verhaltensweisen reflektiert und die Konsequenzen des eigenen Handelns erkannt. Dadurch sind Veränderungen im Sinne von Naturschutz und gerechtem wie zukunftsfähigem Handeln denkbar und möglich. Denn schlussendlich wird klar, dass tatsächlich jeder einzelne Mensch Verantwortung trägt und im Sinne der Nachhaltigkeit handeln kann.

Weiterführende Informationen als Download:

DBU-Projekt - Abschlussbericht